FP-Nepp: Berufsschulen und Lehrlinge brauchen verstärktes politisches Engagement

Ausbau der Förderung für Betriebe, die Lehrstellen schaffen

Wien (OTS/fpd) - Nach Jahren des Nichtstuns spiele sich die SPÖ jetzt als selbsternannter Retter der Berufsschüler und Lehrlinge auf, kritisiert der Bildungs- und Jugendsprecher der FPÖ-Wien, Dominik Nepp im Rahmen der Gemeinderatsdebatte die späte Einsicht der Rathausroten.

Dies sei ein politisches Tempo, welches sich die Berufsschüler keinesfalls verdient hätten. Ganz im Gegenteil bräuchten sie schon die längste Zeit verstärktes Engagement seitens der Politik. In Wien gebe es nämlich viel zu wenige Ausbildungsplätze an Berufsschulen und auch die infrastrukturellen Rahmenbedingungen seien nicht in ausreichendem Maße gegeben. Trotzdem würden von Rot und Grün keine wirtschaftlichen Akzente gesetzt, um Unternehmer in der Entscheidung Lehrlinge auszubilden zu helfen. Sogar im Bildungsbereich werde der Rotstift angesetzt und die Lehrer gekürzt, kritisiert Nepp insbesondere die rote Auffassung von Bildungspolitik und befürchtet, dass so die zukünftige Jugend bald in die intellektuelle Steinzeit katapultiert werde.

Rot und Grün stünden in der Pflicht, den jungen Menschen in Wien beizustehen und endlich nicht nur das Versprechen einer Ausbildungsgarantie einzulösen, sondern sie hätten auch eine Jobgarantie nach der Berufsschule sicherzustellen, fordert Nepp.

"Wir benötigen zu allererst den Ausbau der Förderung für Betriebe, die Lehrstellen schaffen, um das vorhandene Engagement auch stärker zu honorieren. Ausgerechnet in Wien hat die SPÖ aber - durch den WAFF und das AMS - sämtliche Förderungen gestrichen und eingespart. Stattdessen werden Millionen an Steuergeldern in Ausbildungszentren gepumpt, einzig um Statistiken zu schönen und zu verschleiern wie es wirklich um den Lehrstellenmarkt steht", kritisiert Nepp.

Immer wieder käme es vor, dass Unternehmen den Arbeitsmarkt als Selbstbedienungsladen begreifen und bei fehlendem Angebot in Österreich einfach ausländische Facharbeiter anstellen. Bei allem Verständnis für akute Bedürfnisse der Betriebe müssten sie sich jedoch auch selbst an der Verbesserung des Arbeitskräfte-Angebots beteiligen. "Wir fordern daher, dass für jeweils fünf ausländische Fachkräfte mindestens eine Lehrstelle von den Betrieben, für den jeweiligen Beruf angeboten werden muss", fordert Nepp abschließend. (Schluss) hn

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