WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Ausbildungspflicht wird zum "Offenbarungseid" des Wirtschaftsministers!

"Die Ausbildungspflicht ist nur sinnvoll, wenn die Pflichtschulausbildung besser und die betriebliche Lehrlingsausbildung wieder entsprechend unterstützt wird."

Wien (OTS) - "Eine Ausbildungspflicht kann nur funktionieren, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Erstens brauchen wir ein Bildungssystem, das die Jugendlichen zumindest in den einfachen Kulturtechniken fit macht. Und zweitens müssen den Betrieben wieder Rahmenbedingungen gegeben werden, die sie in die Lage versetzen, junge Menschen auch auszubilden", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zum Plan von Sozialminister Hundstorfer eine "Ausbildungspflicht" ab 15 einzuführen. "Passiert das nicht, ist das Ganze eine einzige "Mogelpackung", die nur dazu dient, möglichst viele junge Menschen in den staatlich gelenkten "Ausbildungs-Kolchosen" der überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten (ÜLA) "zwischen zu parken"", kritisiert Amann.

Der Grundsatz, dass jeder einen Beruf erlernen solle, sei gut. Allerdings dürfe die von Hundstorfer angestrebte Grundausbildung nicht dazu führen, dass die Regierung die Jugendlichen in "ÜLA-Pendants" verfrachte und die jungen Menschen später erst recht auf der Straße stünden. Diese Gefahr bestehe nämlich. "Genau das passiert gerade bei den mit rund 18.000 Euro pro Platz und Jahrgang subventionierten überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten", so Amann. Im Gegensatz dazu werde die praxisnahe betriebliche Lehrlingsausbildung von Bundesminister Mitterlehner kaputtgespart.

Wenn Bundesminister Mitterlehner dieser Ausbildungspflicht zustimme, könne er das - im Sinne der Jugend und des Wirtschaftsstandortes -nur tun, wenn er die betriebliche Lehrlingsausbildung wieder entsprechend unterstützt. "Das heißt: Einführung des "Blum Bonus neu" und Wiedereinführung der "Praxistests". Passiert das nicht, handelt er gegen die Interessen derer, für die er als Minister zuständig ist und macht sich zum Vasallen sozialistischer "Ausbildungsverstaatlichung". Die Ausbildungspflicht ist also der jugend- und wirtschaftspolitische "Offenbarungseid" des Ministers", so Amann.

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