CMS Umfrage "Deal Drivers Russia 2011": Aktivität am russischen M&A-Markt steigt deutlich

Wien (OTS) - CMS und Mergermarket haben in Russland tätige M&A-Experten zum Erfolg vergangener Transaktionen und ihren Marktaussichten für 2011 befragt. Danach sind 84 Prozent der Auffassung, dass ihre Deals in Russland den Erwartungen entsprochen haben und die jeweiligen Ziele erreicht wurden. Trotz Russlands Ruf als problematisches Terrain für M&A halten die Befragten mehrheitlich solche Transaktionen in Russland für grundsätzlich nicht schwieriger als anderswo.

Um die aktuelle Lage auf dem russischen M&A-Markt sowie die derzeitigen "Deal-Treiber" und Deal-Hindernisse besser einschätzen zu können, haben CMS und der M&A-Spezialist Mergermarket (Financial Times-Gruppe) eine Umfrage unter 25 Vertretern von an Russland-Transaktionen beteiligten Unternehmen durchgeführt. Weitere 100 Vertreter der russischen M&A-Praxis wurden außerdem zu den Aussichten für das Jahr 2011 befragt.

Der "Deal Drivers Russia 2011" Report behandelt vier Bereiche:

1) Die Erwartungen für die Entwicklungen des russischen M&A-Markts 2011
2) Die wesentlichen Herausforderungen im russischen M&A-Markt
3) Welche Industriesektoren werden 2011 besonders aktiv sein
4) "Key Drivers" des russischen M&A-Markts

Für 2011 wird für die russische Wirtschaft eine weitgehend positive Entwicklung prognostiziert: 79 Prozent aller Befragten gehen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage gegenüber dem Vorjahr verbessern wird. Mit höheren Direktinvestitionen aus dem Ausland rechnen 74 Prozent der Umfrageteilnehmer, gegenüber lediglich 60 Prozent im Vorjahr. Die Auswertung der Meinungsumfrage zeigt jedoch auch, dass bei M&A-Deals in Russland bürokratische und gesetzliche Hindernisse nach wie vor als Hauptprobleme gelten. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in der Umfrage zu den Marktaussichten wider. Dort nannten 49 Prozent politische und aufsichtsrechtliche Probleme als Haupthindernisse.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

  • Der Zugang zu Finanzierungen gestaltet sich nach Ansicht von 74 Prozent der Umfrageteilnehmer inzwischen einfacher als vor einem Jahr. 65 Prozent der Befragten betonen jedoch, dass diese Entspannung nur marginal ist.
  • Obwohl die deutliche Mehrheit der Befragten (79 Prozent) kreativere Deal-Strukturen zur Überbrückung von Finanzierungslücken voraussagt, gibt es dafür - abgesehen von Verkäuferfinanzierungen (Vendor Loans) - in der Praxis bislang kaum Anzeichen.
  • Laut 70 Prozent der Umfrageteilnehmer werden russische Unternehmen derzeit von ihren Kreditgebern zur Anpassung ihrer Kapitalstruktur gedrängt.
  • Abgesehen von den in Russland stets gefragten Branchen könnte die nächste Transaktionswelle im Bereich Transport stattfinden. Dies ergibt sich aus der "Heat Chart" von Mergermarket, in der künftige Branchenfokusse von M&A-Aktivitäten dargestellt sind. 52 Prozent der Befragten nennen außerdem den Sektor Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) als weiteren möglichen Schwerpunkt.
  • Gemessen am Deal-Wert war die Mehrzahl der M&A-Transaktionen in Russland bislang am unteren Ende der Skala angesiedelt (15 Millionen Euro bis 100 Millionen Euro). Die Teilnehmer der Umfrage erwarten jedoch eine Verschiebung hin zu größeren Transaktionen im Bereich zwischen 101 Millionen Euro und 250 Millionen Euro.

Key Deal Drivers in Russland: Staatliche Initiativen und Unternehmen mit hoher Liquidität

Von den Teilnehmern der Marktumfrage ist fast ein Viertel (23 Prozent) der Ansicht, dass die Transaktionen in Russland in diesem Jahr vor allem durch Initiativen der russischen Regierung angetrieben werden. Mehr als ein Fünftel der Befragten glaubt, dass die Aktivitäten im aktuellen Jahr am stärksten auf finanzstarke Unternehmen zurückzuführen sein werden.

Obwohl zahlreiche russische Unternehmen ihren Kreditgebern über Debt-to-Equity Swaps mehr oder weniger große Firmenanteile eingeräumt haben, nennen weniger als 10 Prozent der Teilnehmer Fusionen und Übernahmen in Krisensituationen, sogenannte Distressed Mergers & Acquisitions, als Hauptkatalysator der Marktaktivitäten in 2011. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Ergebnis für das Jahr 2010, als noch ein Viertel aller Befragten diesen Faktor als wichtig angesehen hatte.

Der Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets, ein für die Finanzkrise geradezu typisches Phänomen, rangiert erst weiter unten in der Liste der Deal-Treiber. Daraus kann abgeleitet werden, dass eine Wende stattgefunden hat und der russische Markt dabei ist, sich von den Auswirkungen der Finanzkrise zu erholen.

Für mehr Informationen zu diesem Report wenden Sie sich bitte an Dr. Peter Huber (peter.huber@cms-rrh.com).

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