WK: Koffler wird Korruptions-Ombudsmann

Alt-Präsident Karl Koffler stellt sich als Ansprechpartner für Unternehmen im Zuge der Connect-Affäre zur Verfügung.

Klagenfurt (OTS) - Die Wirtschaftskammer Kärnten richtet im Zuge der Affäre um die FPK-Agentur Connect eine Anlaufstelle für Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Korruptions-Ombudsmann wird der frühere Kammerpräsident Karl Koffler. Sein Nachfolger, Präsident Franz Pacher, erwartet sich davon einen Beitrag zur Aufklärung des mutmaßlichen Schmiergeldskandals: "Ich bin sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, eine über jeden Zweifel erhabene Unternehmerpersönlichkeit wie Karl Koffler für diese Aufgabe zu gewinnen, und lade alle betroffenen Unternehmerkolleginnen und -kollegen ein, ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu berichten und zu hinterlegen." In einer hochentwickelten Wirtschaftsregion wie Kärnten müsse alles unternommen werden, um von solchen Gerüchten und Vorkommnissen in Zukunft nicht mehr betroffen zu sein. Pacher: "Es liegt mir sehr am Herzen, Kärnten von diesem Makel wieder zu befreien."

Die in den nächsten Tagen rund um Korruptionsombudsmann Karl Koffler einzurichtende Anlaufstelle zielt darauf ab, das befürchtete landesweite Provisionssystem schonungslos offenlegen. Unternehmerinnen und Unternehmer, die im Gegenzug für öffentliche Aufträge Provisionszahlungen an Agenturen oder direkt an eine Partei geleistet haben oder zur Übernahme von Rechnungen Dritter angehalten wurden, können durch ihre Informationen beim früheren Wirtschaftskammerpräsidenten Koffler dazu beitragen, diesem System das Handwerk zu legen.

Nach Genehmigung durch die Datenschutzkommission werden Telefonnummer und Mailadresse der neuen Korruptionsanlaufstelle bekanntgegeben. Pacher: "Bei Karl Koffler wissen alle Unternehmer ihre kaufmännischen Belange in guten Händen und können ihrem Unmut über solche unzumutbare Verhältnisse dennoch Luft machen. Wir wollen ein Ventil öffnen, damit sich Betroffene outen können. Wehren Sie sich, helfen Sie mit, dass unlautere Praktiken aufgezeigt, verfolgt und abgestellt werden können - im Interesse des Wirtschafts- und Lebensstandortes Kärnten."

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