Neues Volksblatt "Bereitschaft" - von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 28. März 2011

Linz (OTS) - Es war bei Gott keine Notoperation, sondern sie ist
ein lang angekündigter und gut vorbereiteter Eingriff, die Spitalsreform II. Denn wie schrieb schon Machiavelli: "Wenn Reformen dauerhaft sein sollen, so müssen sie langsam durchgeführt werden." Im November 2009 hat Landeshauptmann Josef Pühringer die Spitalsreform II ausgerufen, seit Juni 2010 tagten die Experten. Seit Freitag liegen deren Vorschläge auf den Tisch. Nun geht es also "ans Schneiden". Und während die einen vor einer Amputation warnen, sehen die anderen die Reform lediglich als "Haare schneiden" und fordern tiefere Schnitte und das möglichst rascher. Doch die grundsätzliche Bereitschaft für eine Reform ist bei allen enorm.
Und auch die Notwendigkeit ist gegeben: Denn niemand liegt im Österreichschnitt so häufig und so lange im Spital wie die Oberösterreicher. Das kostet. Das kostet auch Zukunftschancen. Durch die Reduktion der Spitalsbetten um neun Prozent wird auch Geld frei, um Vorsorgemaßnahmen finanzieren zu können. Und kaum jemand legt sich wohl gerne ins Spital, viel lieber bleibt man gesund!
Und wenn die Umschlichtung Geld für eine Anschubfinanzierung einer Med-Uni bringt, könnte gar die medizinische Versorgung Oberösterreich im 22. Jahrhundert gesichert sein.

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