Pressestunde - BZÖ-Bucher: "Genug gezahlt!" für marode Länder und Banken

Beschwichtigungspräsident Nowotny bestätigt Umschuldungsrisiko und drohende Milliardenverluste

Wien (OTS) - "Was muss denn noch passieren, damit Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny endlich den Österreichern reinen Wein über die dramatische Situation der Euro-Zone einschenkt. Das ist aktive Selbsttäuschung auf dem Rücken der Steuerzahler. Davon zu sprechen, dass es keine Krise des Euro gibt, während hunderte Milliarden in den so genannten Rettungsschirm fließen, ist eine Verhöhnung. Jetzt fließt weiteres Geld der Österreicherinnen und Österreicher in ein Fass ohne Boden und gleichzeitig spricht der Nationalbank-Gouverneur ganz offen davon, dass Umschuldungen und damit Milliardenverluste für Österreich drohen. Das BZÖ sagt dazu ganz klar "Genug gezahlt!" für marode Pleitestaaten und Banken", so BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher in einer Reaktion auf den heutigen Auftritt von Nationalbank-Gouverneur Ewald Novotny in der ORF-Presestunde.

Nowotny habe noch vor kurzem gesagt, dass Portugal kein Geld benötigen werde. Jetzt müsse Portugal bis Juni über elf Milliarden Euro an Krediten aufnehmen und das bei einem "Ramschstatus" bei den Rating-Agenturen. "Nowotny betätigt sich als Beschwichtigungspräsident, der jede Krise verleugnet, als einziger Österreicher die Aktivitäten der Bundesregierung lobt und höhere Zinsen verlangt. Für Nowotny gibt es keine Transferunion, das alles habe nichts mit der Rettung der Banken zu tun, aber gleichzeitig verlangt der Gouverneur die Verlängerung des Bankenhilfspaketes. Nowotny soll zuerst mit seinem eigenen Privilegienparadies Nationalbank aufräumen. So hilf- und zahnlos wie er bei der Bekämpfung der Missstände in seinem eigenen Haus ist, so ratlos steht Nowotny offenbar den Finanzkrisen gegenüber. Wenn ein Mitarbeiter mit 55 Jahren mit 85 Prozent des Restgehaltes in Pension geht und Nowotny dann sagt, dass man auf diesen hochqualifizierten Mitarbeiter nicht verzichten kann und diesen neben seiner hohen Pension weiterbeschäftigt, dann ist das aus Sicht der Steuerzahler inakzeptabel", so Bucher.

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