BZÖ-Brunmair: OÖ-Spitalsreform zeigt absolut nichts Neues

Linz (OTS) - "Die massiven Probleme und die politischen Versäumnisse betreffend die Spitalsdichte im Zentralraum Linz, sind seit Jahren bekannt. Die im Zentralraum Linz herrschende höchste Bettendichte Europas ist leicht erklärbar. Wir haben in Linz sieben Spitäler mit sechs unterschiedlichen Spitalsträgern. Wenn man organisatorisch das Mühlviertel dazu zählt sind es neun Spitäler. Im Vergleich dazu haben wir in den Versorgungsregionen Innviertel und Salzkammergut jeweils drei Spitäler und im Hausruckviertel gar nur zwei Spitalsstandorte", stellte heute BZÖ-Oberösterreich-Gesundheitssprecher Dr. Josef Brunmair fest.

Unter diesem Aspekt erscheinen die vorgelegten Reformvorschläge im Zentralraum absolut nicht weitreichend genug. Im Zentralraum müssen nicht einzelne, sondern absolut alle Doppelgleisigkeiten und parteipolitisch motivierten Reviere beseitigt werden. Als Nagelprobe dafür gilt das Klinikzentrum AKH, UKH und Landesfrauen- und Kinderklinik. Hier müssen nicht nur sämtliche Parallelstrukturen beseitigt, sondern diese 3 Häuser müssen endlich unter eine organisatorische Ebene gestellt werden.

"Im Gegenzug sind die Vorschläge für die Schließung von Fachstationen im ländlichen Raum genauestens zu überprüfen. Wenn mangelnde Fallzahlen und dadurch bedingte mangelnde Qualität eine Schließung erfordern, dann muss für einen entsprechenden Ersatz durch Fachärzte (fachärztlicher Bereitschaftsdienst und Konsiliarärzte) gesorgt werden", so Brunmair.

"Keinesfalls akzeptabel ist der Vorschlag im Zentralraum Linz nur eine von drei Herzkatheterstationen zu schleißen. Ein kardiologisches Kompetenzzentrum mit Herzkatheteruntersuchung gehört in jede regionale Versorgungsstruktur, also auch in das Innviertel, Salzkammergut und Phyrn-Eisenwurzen", fordert Brunmair abschließend.

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