Öllinger zu Bundesbuchhaltungsagentur: Erleichterung über bevorstehende Anklage

Der Bund muss seine Kontrollmechanismen verbessern

Wien (OTS) - "Ich bin sehr froh, dass die Causa
Buchhaltungsagentur bzw. Venetia jetzt mit einer Anklage vor Gericht kommt", erklärt der Abgeordnete der Grünen, Karl Öllinger. Öllinger hatte noch vor der Festnahme der beiden Hauptverdächtigen eine Anzeige wegen des Verdachtes des Betruges gegen Kurt D., den Leiter des Instituts Venetia, eingebracht und in der Folge etliche Indizien gesammelt und der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt, die die Malversationen sichtbar machten.

Öllinger:" Das eigentliche Problem der mangelnden Kontrollen bei der Buchhaltungsagentur, der fehlenden Alarmglocken und der mangelhaften ministeriellen Aufsicht über die ausgegliederte Buchhaltungsagentur bleibt aber trotz einiger Verbesserungen offen". Außerdem - so Öllinger- seien durch die Zahlungsunfähigkeit und den Konkurs von Venetia Hunderte dort unselbständig und selbständig beschäftigte TrainerInnen und BeraterInnen jedenfalls um Teile ihrer Honorare bzw. Einkommen betrogen worden. Auch gebe es einige von Kurt D. private Geschädigte, die teilweise erhebliche Summen für aberwitzige Geldgeschäfte geborgt hätten und über Wolfgang W. und dessen Renommee bei der Buchhaltungsagentur hingehalten wurden: "Vermutlich ist der Gesamtschaden, den Kurt D. und Wolfgang W. zu verantworten haben, noch höher als die jetzt genannte Summe, um die die Republik geprellt wurde".

Wichtig - so Öllinger - wäre, dass die Prüfkompetenz der in den einzelnen Ressorts und auch ausgegliederten Einrichtungen installierten internen Revisionen gestärkt werde. "Die internen Revisionen sind leider allzu oft am Gängelband der Ressortchefs bzw. Dienstvorgesetzten. Das muss sich ändern", fordert Öllinger.

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