Junge Industrie: Wunschdenken darf nicht Richtschnur der Pensionspolitik sein

JI-Mitterbauer: Handlungsbedarf seit Jahren bekannt, alle Schlupflöcher schließen - Generationengerechtigkeit zu wichtig für Parteihickhack

Wien (OTS/PdI) - So erfreulich es sei, dass die Pensionskommission auf die Wirtschaftskraft des Industrielandes Österreich vertraue, "kann es doch nicht sein, dass wir ökonomisches Wunschdenken zur Grundlage der Pensionspolitik machen", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) in Reaktion auf Aussagen des Leiters der Pensionskommission Bernhard Schwarz. "Einfach anzunehmen, dass die Wirtschaft mit Sicherheit dafür sorgen wird, die steigenden Kosten des Pensionssystems über erhöhte Produktivität zu tragen, ist fahrlässig. Hier darf nicht der verantwortungslose, leichte Weg gewählt werden, sondern es müssen endlich wirkliche Reformen durchgeführt werden."

Ein fortgesetztes Nicht-Handeln der Politik wäre umso unverständlicher "als wir uns ja eigentlich über alle Parteigrenzen hinweg darin einig sind, was es zu tun gilt: Wir müssen das faktische an das gesetzliche Pensionsantrittsalter heranführen." Allerdings sei es eben "blauäugig" anzunehmen, dass dies im bestehenden System ohne jegliche Änderungen einfach so passieren würde. "Wo Schlupflöcher wie etwa die vielgenannte 'Hacklerregelung' vorhanden sind, werden diese auch weiter genutzt werden. Daher müssen wir alle Schlupflöcher sofort schließen", so Mitterbauer, die betonte: "Im Pensionsbereich geht es um Generationengerechtigkeit - dieses Thema ist für kleinliches Parteihickhack zu wichtig. Wir fordern daher eine Rückkehr zu mehr Sachlichkeit." So entspreche auch das gern zitierte Bild der Wirtschaft, die ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so schnell als möglich in die Pension dränge, längst nicht mehr: "Die Unternehmen wissen längst, wie wichtig Ältere mit all ihrem Wissen und ihrer Erfahrung für den Erfolg des Industrielandes Österreich sind."

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