Industrie zu Pensionen: Strukturelle Reformnotwendigkeiten endlich angehen

Designierter GS Neumayer: Verwunderung über ÖGB-Aussagen - Umdenken bei Betrieben bereits stattgefunden - Mittel für Zukunftsinvestitionen freibekommen

Wien (OTS/PdI) - "Verwundert" zeigte sich der designierte Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer über die heutigen Aussagen des Vorsitzenden der Pensionskommission, Bernhard Schwarz sowie in der Folge von ÖGB-Präsident Erich Foglar, wonach es "keinen großen Handlungsbedarf für weitere Reformen des Pensionssystems" gebe. Zwar sei mit dem ÖGB übereinzustimmen, dass es um die Erhöhung des faktischen Pensionsalters gehen müsse. "Bei den Betrieben hat längst ein Umdenken stattgefunden, dass das Know-How älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt werden soll - dies sollte auch dem ÖGB bekannt sein, da wir seit Jahren gemeinsam die Plattform www.arbeitundalter.at betreiben", betonte Neumayer. "Aber wir dürfen uns nicht strukturellen Reformnotwendigkeiten grundsätzlich verschließen - hier ist auch die Gewerkschaft im Sinne der Standort-und Zukunftssicherung massiv gefordert."

Der designierte IV-Generalsekretär erklärte, die Politik müsse eine strukturelle Pensionsreform in Österreich ernsthaft angehen: "Im internationalen Vergleich sind wir nach wie vor 'Frühpensions-Weltmeister', von den Neuzugängen in die Rente entfallen nur noch 21 Prozent auf normale Alterspensionen." Daher muss die "Hacklerpension" so schnell wie möglich ersatzlos auslaufen und "das Scheunentor Invaliditätspension nachhaltig geschlossen werden", sagte Neumayer. Die öffentliche Diskussion konzentriere sich seit längerer Zeit bedauerlicherweise fast ausnahmslos auf politische Polemik. "Wir müssen aber nachhaltig auf der Ausgabenseite ansetzen; konkret: vor allem eben in den Bereichen Pensionen, Verwaltung sowie Gesundheit, um Mittel für dringend erforderliche Investitionen in die Bereich Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur frei zu bekommen", so Neumayer.

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