• 25.03.2011, 11:07:33
  • /
  • OTS0128 OTW0128

BIO AUSTRIA - Liberalisierung der Agrarmärkte muss dort enden, wo unsere Lebensgrundlagen auf dem Spiel stehen

Wien/Salzburg (OTS) - Aus Anlass der heute in Salzburg
stattfindenden Bayerisch-Österreichischen Strategietagung über die
Auswirkungen liberalisierter Agrarmärkte auf die Landwirtschaft, ruft
BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch zum Schulterschluss auf: "Die
Liberalisierung der Agrarmärkte muss dort enden, wo durch
Industrialisierung und Intensivierung die nachhaltige, bäuerliche
Landwirtschaft gefährdet wird. Die Landwirtschaft erzeugt
Lebensmittel und Lebensräume und kann daher nicht wie andere Sektoren
betrachtet werden", so Vierbauch.

Riskante Strategie

Die EU-Kommission hat in ihren Mitteilungen zur Reform der
Gemeinsamen Agrarpolitik keine Zweifel daran gelassen, dass die
Liberalisierung der Märkte weiter fortgeschrieben werden soll. In dem
im November veröffentlichten Papier heißt es, dass marktbezogene
Maßnahmen und insbesondere die Intervention nur als Sicherheitsnetz
und bei Preiskrisen und potenziellen Marktstörungen eingesetzt werden
sollen. "Doch mit zunehmender Liberalisierung wird der
Industrialisierung der Landwirtschaft und deren Verlagerung in
Gunstlagen Vorschub geleistet. Gleichzeitig sollen die negativen
Auswirkungen durch Agrar-Umweltmaßnahmen und Ausgleichszahlungen für
benachteiligte Gebiete kompensiert werden. In Zeiten angespannter
Budgets eine zunehmend riskante Strategie.", urteilt Vierbauch.

Diskussion über neue Formen der Marktregulierung

Um Bio-Lebensmittel in die EU importieren zu dürfen, müssen diese
den in der EU geltenden Bio-Richtlinien entsprechen. "Bio hat es
geschafft, zumindest auf dieser Ebene eine Art Außenschutz zu
erreichen, doch ansonsten spüren wir die Auswirkungen der
liberalisierten Märkte unvermindert.", so Vierbauch. "BIO AUSTRIA
fordert daher dazu auf, die Diskussion über neue Formen der
Marktregulierung zu eröffnen. Ziel muss es sein, dass die Bäuerinnen
und Bauern kostendeckende Preise erwirtschaften und primär vom
Verkauf ihrer Produkte leben können", so Vierbauch abschließend.

Rückfragehinweis:
Eva Straka, Pressesprecherin BIO AUSTRIA
Tel: 0676/842 214 214
E-Mail: eva.straka@bio-austria.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BLB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel