Kunststoffbranche ergreift im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere die Initiative

5. International Marine Debris Conference in Hawaii

Wien (OTS) - Mit einer von 47 Branchenorganisationen aus aller
Welt unterzeichneten Erklärung ergriff die europäische Kunststoffindustrie bei der heute (25. März) zu Ende gegangenen International Marine Debris Conference die Initiative: Durch eine Sechs-Punkte-Strategie soll der Kampf gegen die Verschmutzung der Meere durch Abfälle intensiviert werden.

In der "Joint Declaration for Solutions on Marine Litter", in der Österreich durch die heimische Kunststoffhersteller-Organisation PlasticsEurope Austria vertreten ist, werden die Ziele für das Handeln der Industrie klar umrissen und die Schritte für die verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten festgeschrieben. Man erhoffe sich damit "eine Katalysator-Wirkung für konkretes Handeln im nationalen und internationalen Rahmen", erklärt Jacques van Rijckevorsel im Namen der Kunststoffhersteller-Organisation PlasticsEurope. Das Problem der Vermüllung der Meere sei zu groß, um von einem einzelnen Staat oder einer Gruppe von Akteuren allein angegangen zu werden, daher sei die Kunststoffwirtschaft entschlossen, europaweit wie auch international daran zu arbeiten, die Probleme mit möglichst vielen Stakeholdern gemeinsam anzugehen:
"Es ist unerlässlich für die Kunststoff-Wirtschaft, zu einer spürbaren Verringerung der Abfällen in den Ozeanen beizutragen." Substanzielle Fortschritte in Sachen Meeresschutz sollen vor allem die Ausweitung öffentlich-privater Partnerschaften zur Müllvermeidung in den Meeren und eine intensive Zusammenarbeit mit der Wissenschaft bringen. Das Sechs-Punkte-Programm umfasst daher im Einzelnen:

- Die Zusammenarbeit im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften zur Vermeidung der Freisetzung von Abfällen in den Meeren

- Die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft zum besseren Verständnis der Trag-weite, Herkunft und Auswirkungen von Abfällen im Meer und Schaffung von Lösungsansätzen

- Die Förderung umfassender, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierender, politischer Vorgehensweisen und die Durchsetzung bestehender Gesetze zur Vermeidung der Vermüllung der Meere

- Best-Practice-Konzepte in der Abfallwirtschaft, insbesondere in Küstenregionen

- Die Verbesserung der Möglichkeiten zur Verwertung von Kunststoffabfällen

- Verhinderung unbeabsichtigter Verluste bei Transport und Vertrieb von Kunststoffgranulaten und Erzeugnissen an die Kunden der Kunststoffindustrie sowie die Förderung dieser Praxis in der gesamten Lieferkette

Mehr als 80 % aller Abfälle, die in die Meere gelangen, werden wegen schlechten Abfallmanagements vom Land aus eingetragen. Daher kooperiert die europäische Kunststoffindustrie schon heute mit Behörden, nichtstaatlichen Organisationen, Wissen-schaftlern und weiteren Akteuren, um Lücken im Abfallmanagement zu schließen. PlasticsEurope unterstützt den Schwerpunkt der Europäischen Union auf den Schutz der Meeresumwelt und will die enge Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und nationalen Regierungen im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU und der damit verbundenen Initiativen fortsetzen. Rijckevorsel: "Kunststoff trägt erheblich zur Verbesserung unserer Lebensqualität, zur Ressourcenschonung und zu Innovation bei. Die verantwortungsbewusste Verwendung umfasst auch das Recycling oder die energetische Nutzung von Kunststoffabfällen. Die Länder Europas müssen zur Problemlösung beitragen, indem sie sicherstellen, dass gebrauchte Kunststoffanwendungen nicht auf Deponien oder gar im Meer landen. Die europäische Kunststoffindustrie ist entschlossen, diese Anstrengungen in den kommenden Monaten und Jahren an vorderster Stelle voran zu treiben."

Die "Joint Declaration for Solutions on Marine Litter" finden Sie unter
http://www.marinedebrissolutions.com/globaldeclaration

Diese Organisationen haben die "Joint Declaration" unterzeichnet

  • ACC, American Chemistry Council, Washington, USA
  • ANAIP, Spanish Association of Plastics Industry, Madrid, Spain
  • ANAPE, Asociación Nacional de Poliestireno Expandido, Madrid, Spain
  • ANDIMAT, Asociación Nacional de Fabricantes de Materiales Aislantes, Madrid, Spain
  • ANIPAC, Asociación Nacional de Industrias del Plástico, Asociación Civil, Mexico
  • APIP, Associacao Portuguesa da Industria de Plasticos, Lisbon, Portugal
  • ASECONP, Asociación Espanola de Fabricantes de Contenedores Plásticos para Residuos Urbanos, Madrid, Spain
  • ASEMUPLAST, Asociacíon de Empresarios del sector Plástico de la región de Murcia , Spain
  • ASEPUR, Asociación Espanola de empresas de polyuretano , Madrid, Spain
  • ASETUB, Asociación Espanola de fabricantes de tubos y accesoros plasticos, Madrid, Spain
  • ASOVEN, Asociacíon Ventanas pvc, Madrid, Spain
  • BAP, Bulgarian Association Polymers, Sofia, Bulgaria
  • BPF, British Plastics Federation, London, United Kingdom
  • CEP, Centro Espanol de Plásticos, Madrid, Spain
  • Cicloplast, Madrid, Spain,
  • CPIA, Canadian Plastics Industry Association, Ontario, Canada
  • ECOPLAS Argentina SA, Buenos Aires, Argentina
  • Elipso, Les entreprises de l'emballage plastique et souple, Paris, France
  • Essencia, Belgium federation of the chemical industry and van life sciences, Brussels, Belgium
  • EuPC, European Plastics Converter Association, Brussels, Belgium
  • EuPR, European Plastics Recyclers, Brussels, Belgium
  • FAMA, Asociación de Fabricantes de Articulos Monouso Reciclables, Madrid, Spain
  • Federation de La Plasturgie, French Association of Plastic Converters, Paris, France
  • Federplast, Belgian Federation of Plastics producers and Rubber products, Brussels, Belgium
  • Fetraplas, Federacion Espanola de transformadores y manipuladores de plasticos, Madrid, Spain
  • GPCA, Gulf Petrochemicals & Chemicals Association, Dubai, United Arab Emirates
  • HGK, Croatian Chamber of Economy, Zagreb, Croatia
  • IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V, Bad Homburg V.D.H, Germany
  • IPI, Indian Plastics Institute, Mumbay, India
  • JPIF, Japan Plastics Industry Federation, Tokyo, Japan
  • KPIA, Korea Petrochemical Industry Association, Seoul, Korea
  • KVS, Kunststoff Verband Schweiz, Aarau, Switzerland
  • MMSZ, Association of Hungarian Plastics Industry, Budapest, Hungary
  • MPMA, Malaysian Plastics Manufacturers Association, Selangor, Malaysia
  • Muoviteollisuus ry, Finnish Plastics Industries Federation, Helsinki, Finland
  • NRK, Dutch Rubber & Plastics Federation, Leidschendam, the Netherlands
  • PACIA, Plastics and Chemical Industry Association, Melbourne, Australia
  • PAFA, Packing and Film Association, Nottingham, United Kingdom
  • PlasticsEurope, European Association of Plastics Manufacturers, Brussels, Belgium with regional centers in Frankfurt /Germany, London/United Kingdom, Madrid/Spain, Milano/Italy and Paris/France
  • P&K, Plast och Kemiforetagen, Stockholm, Sweden
  • Plastics Federation of South Africa, Gauteng, South Africa
  • Plastindustrien, the Danish Plastics Federation, Copenhagen, Denmark
  • Plastivida, Instituto Sócio-Ambiental dos Plásticos, Sao Paulo, Brazil
  • PPIA, Philippine Plastics Industry Association, Caloocan City, Philippines
  • SPI, Society of the Plastics Industry, Washington, United States
  • SPPCR, Association of Plastics Industry of the Czech Republic, Prague, Czech Republic
  • WVK, Wirtschaftsvereinigung Kunststoff, Bad Homburg, Germany

PlasticsEurope Austria, der österreichische Verband der Kunststoffhersteller, ist Teil der pan-europäischen Organisation PlasticsEurope. Zur Region Central Europe zählen Deutschland, Österreich, Polen, die Schweiz, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn.

PlasticsEurope ist einer der führenden europäischen Wirtschaftsverbände. Der Verband unterhält Zentren in Brüssel, Frankfurt, London, Madrid, Mailand und Paris und kooperiert eng mit anderen europäischen und nationalen Kunststoffverbänden. Unsere mehr als 100 Mitgliedsunternehmen produzieren mehr als 90 Prozent der Kunststoffe in den 27 EU-Mitgliedsstaaten und Kroatien, Norwegen, der Schweiz und der Türkei.

Die europäische Kunststoff-Industrie leistet einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand in Europa, indem sie Innovationen Realität werden lässt, die Lebensqualität verbessert und Ressourceneffizienz und Klimaschutz ermöglicht. Mehr als 1,6 Millionen Menschen arbeiten in mehr als 50.000 Unternehmen der Kunststoff-Industrie (bei der Verarbeitung meist kleine bis mittelständische Betriebe) und erwirtschaften einen Umsatz von über 300 Milliarden Euro im Jahr. Die Kunststoff-Industrie besteht aus den Kunststofferzeugern, europäisch vertreten von PlasticsEurope, den Verarbeitern, europäisch vertreten von der EuPC, und den Kunststoff-Maschinenbauern, europäisch vertreten von EUROMAP. Nähere Informationen unter www.plasticseurope.org, www.plasticsconverters.eu, www.euromap.org

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DI Heinz G. Schratt, Generalsekretär PlasticsEurope Austria
Tel.: 01/712 72 77, h.schratt@plasticseurope.org

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