VGT: Bauernbund Grillitsch ignoriert horrendes Tierleid

VGT kritisiert, dass die Bevölkerung mit gezielter Falschinformation in ihrer berechtigten Forderung nach mehr Tierschutz für Schweine verunsichert werden soll

Wien (OTS) - "In seiner gestrigen Aussendung", so VGT-Obmann DDr. Balluch, "verbreitet Bauernbund-Präsident Grillitsch wieder gezielt Desinformation zum Entwurf einer neuen Schweinehaltungsverordnung. Es ist explizit falsch, dass in Österreich höchste Tierschutzstandards gelten würden. In der Schweinehaltung hat Österreich das schlechteste Gesetz Europas, wir sind das absolute Schlusslicht. Das Bundestierschutzgesetz 2005 hat die Situation für die Schweine verschlechtert, es wurde das schlechteste Landesgesetz zum Bundesgesetz erhoben. Das sind die Fakten."

Der VGT-Obmann weiter: "Wenn Grillitsch der Ferkelschutz wirklich wichtig wäre, wie er vorgibt, dann sollte er doch endlich zusammen mit dem Tierschutz ein Verbot der betäubungslosen Kastration umsetzen. Das Leid von Ferkeln ist ihm in Wirklichkeit völlig egal, wenn es um Profit geht. Dass die ÖVP nicht dem Volk sondern der Industrie verpflichtet ist, wissen wir spätestens seit den Eskapaden des Herrn Strasser. So auch hier. Körpergroße Metallkäfige werden zu 'Ferkelschutzkörben', dabei müssen die Schweine die allermeiste Zeit in diesen Käfigen stehen, ohne überhaupt Ferkel zu haben!"

"Eine gesetzliche Verbesserung für Schweine, abgesehen von EU-Mindestvorschriften, hat es in Österreich überhaupt noch nicht gegeben. Es wird also endlich Zeit dafür. Tierschutz muss weitergebracht und die Agrarindustrie zurückgedrängt werden. Grillitsch hat es verabsäumt, dazu vernünftige Vorschläge zu machen. Die EU schreibt ab 2013 vor, dass die Sauen zumindest die Hälfte der Zeit außerhalb ihres Käfigs gehalten werden müssen. Nachdem also sowieso umgebaut wird, nutzen wir die Chance und schaffen die Käfige gleich völlig ab. Bei den Legebatterien hat das auch ohne Markteinbruch funktioniert. Österreich sollte nicht nur von Tierschutz sprechen sondern ihn auch realisieren. Die Bevölkerung erwartet eine Vorbildwirkung im Vergleich zur EU", schließt DDr. Balluch.

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