Neues Volksblatt - "Halb so wild?" von Markus EBERT

Ausgabe vom 25. März 2011

Linz (OTS) - So kann man die Sache natürlich auch sehen: "Die Republik sollte angesichts der ganzen Korruptionsskandale (...) wirklich andere Sorgen haben", wird der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner in einem Zeitungsinterview zitiert.
Herr Petzner, wie so manch anderer auch aus der orangen Truppe, hat einen flinken Zeigefinger - und der weist immer in jene Richtung, wo vermeintlich Unstatthaftes passiert. Da muss es sich der Nationalratsabgeordnete schon gefallen lassen, dass auch er kritisch beäugt wird. Zu schnell gefahren? "Wie viele andere auch hat mich der Radarkasten erwischt", so seine Rechtfertigung. Mit dem Auto ohne Führerschein gefahren? Er habe halt im Unterschied zu Ministern keinen "Chauffeur auf Steuerzahlerkosten". Hält man beim BZÖ schon die Gesetzesverstöße nicht für einen Rücktrittsgrund, so müsste man Petzner alleine wegen seiner hanebüchenen Argumentation aus dem politischen Verkehr ziehen.
Anderseits: War das wirklich so schlimm? Mitnichten, denn die Affäre hat es gestern nicht einmal in die Mittags-ZiB des ORF geschafft. Aber die Orangen waren ja auch einmal die Königsmacher des Herrn Wrabetz, aktuell Informations-Verantwortlicher am Küniglberg.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001