Japan: SOS-Kinderdörfer der Region bereit zur Hilfe

Innsbruck/Tokio (OTS) - Die SOS-Kinderdörfer haben den japanischen Behörden Unterstützung angeboten, indem sie Kinder, die durch das Erdbeben und den Tsunami ihre Eltern/Angehörigen verloren haben, in bestehende SOS-Kinderdörfer vorübergehend oder bei Bedarf auch langfristig aufnehmen. Das erst vergangene Jahr neu eröffnete, kleine Kinderdorf in Fukuoka bereitet sich auf die zusätzliche Aufnahme von Kindern aus der Katastrophenregion um Fukushima vor. Die Stadt Fukuoka ist über 1.000 Kilometer von der Katastrophenregion und dem außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerk entfernt und gilt derzeit als sicher.

Auch die SOS-Kinderdörfer der Nachbarstaaten rüsten sich, Kinder und von der Katastrophe schwer betroffene japanische Familien aufzunehmen. Wie der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Asien, Siddhartha Kaul, erklärte, planen die SOS-Kinderdörfer in Südkorea, China, Philippinen, Vietnam und Thailand betroffenen Familien so lange Unterkunft und Betreuung anzubieten, bis ihre Häuser wieder aufgebaut sind. Außerdem werde bei Bedarf Kindern aus den verstrahlten Gebieten Genesung und Erholung in SOS-Einrichtungen angeboten.

Nach Informationen der japanischen Behörden gegenüber SOS-Kinderdorf ist noch völlig unklar, wie viele Kinder unbegleitet oder verwaist sind. Experten befürchteten jedoch, dass die Zahl sehr hoch sein könnte. Sehr viele Kinder waren in der Schule oder im Kindergarten, als Erdbeben und Tsunami im Nordosten der Insel Honshu wüteten. Augenzeugen berichteten, dass viele Kinder am Tag der Katastrophe nicht von der Schule abgeholt wurden. Vermutlich sind viele von ihnen hochgradig traumatisiert. "Eine unserer Hauptsorgen gilt diesen Kindern", sagte Yukiko Mizokami vom japanischen Kinderdorf-Verein. Das Kinderdorf in Fukuoka plane daher auch kurz-und langfristige psychologische Unterstützung der Kinder.

Spenden: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000), Kennwort "SOS-Nothilfe Japan"

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Tel. 0676/88144201, viktor.trager@sos-kd.org
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