Von Lobbyismus und Transparenz (von Claudia Grabner)

Ausgabe 24. März 2011

Klagenfurt (OTS) - Wie viele "Volksvertreter" fallen Ihnen ad hoc ein, die nach Ihrem Ausscheiden aus der Politik NICHT in die Lobbyistenbranche - oder in eine artverwandte - gewechselt wären? -Es sind nicht wenige. Vielmehr: Es sind mit wenigen Ausnahmen alle. Demzufolge darf nachgefragt werden: Ist der Sprung von der Politik in die interessenvertretende Sparte ohne "Vorkenntnis" machbar? Um es vorsichtig zu formulieren: Die zeitgleiche Ausübung der beiden "Professionen" könnte sich für die postpolitische Ära "von Vorteil" zeigen ... Politik und Lobbyismus dürften sich da und dort in einem vagen Graubereich vermischen, ihre Grenzen verschwimmen. Ansonsten wird?s nämlich happig mit der lukrativen Hilfestellung beim Durchsetzen von Interessen. Dass die wundersamen Türöffnungen erst nach der Polit-Karriere kassenwirksam werden, sollte uns nicht einmal ein müdes Lächeln abringen. Warum sonst verbietet Politik Transparenz? Transparenz ist ja nur "in", solange sie andere - etwa Sozialhilfeempfänger - meint.

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