Neues Volksblatt - "Viele Ehrliche" von Markus EBERT

Ausgabe vom 24. März 2011

Linz (OTS) - Es hat für die Volkspartei schon lustigere Zeiten gegeben. Ziemlich geballt sind in den letzten Wochen personelle Unannehmlichkeiten aufs Tapet gekommen, und auch wenn jeder Fall für sich zu sehen ist, bleibt ein schlechter Eindruck. Ob Ausrutscher, Sündenfall oder Gaunerei: Medial hochgekocht und zusammengemixt bleibt eine unbekömmliche Suppe übrig.
Dass seitens der jeweils Verantwortlichen (Bundespartei, Landespartei) rasche Konsequenzen gezogen wurden, geht in dieser Gemengelage unter, ändert aber nichts am Faktum, dass etwas geschehen ist. Ob es zur Besänftigung von "Wut, Zorn und Unverständnis" der Basisfunktionäre - wie es LH Josef Pühringer im Fall Strasser konstatierte - reicht, wird sich zeigen. Ein ehrlicher Umgang mit den Problemen ist sicher hilfreicher als Versuche, etwas auszusitzen. Entbehrlich ist der moralische Zeigefinger, der dort und da in anderen Parteizentralen erhoben wird. Wenn das Politikpersonal einigermaßen die gesellschaftliche Realität abbildet, sind schwarze Schafe nicht auszuschließen. Politbeobachter mit Langzeitgedächtnis werden solche in jeder Parteifärbung nennen können. Und trotzdem ist die Zahl jener, die Tag für Tag ehrlich ihrer politischen Arbeit nachgehen, immer noch viel größer.

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