Pirklhuber: Gentechnikfreie Lebensmittel kommen im 5. Lebensmittelbericht zu kurz

Grüne: Aktueller Lebensmittelbericht ist jedoch wertvolle Informationsquelle

Wien (OTS) - "Leider kommt die gesamte Palette der
gentechnikfreien Lebensmittel im 5. österreichischen Lebensmittelbericht zu kurz. Den Bio-Lebensmitteln wird zwar ein ausführlicher und wichtiger Teil gewidmet, die große Veränderung im Bereich der 'gentechnikfreien Produkte', insbesondere die Totalumstellung der gesamten Milchwirtschaft in Österreich auf gentechnikfreie Fütterung, die im Jahr 2010 stattfand, wird aber in dem vorliegenden Bericht mit keinem Wort gewürdigt", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, anlässlich der heutigen Präsentation des 5. Lebensmittelberichtes durch Landwirtschaftsminister Berlakovich.
"Gerade im Bereich der gentechnikfreien Lebensmittel bestehen nämlich die größten Herausforderungen und Chancen für die österreichische Landwirtschaft und Lebensmittelbranche. "Eine Nielsen Marktanalyse vom September 2010 zeigt auf, dass das Logo der ARGE Gentechnikfrei bereits von gleich vielen KonsumentInnen erkannt wird wie das AMA Bio-Zeichen", informiert der Grün-Abgeordnete.

"Alle Lebensmittel, die als österreichische Qualitätsprodukte ausgelobt werden, sollten jedenfalls aus einer gentechnikfreien österreichischen Landwirtschaft stammen. Dafür wird es notwendig sein, auch den Bereich der tierischen Lebensmittel (z.B. Fleisch) schrittweise auf 100 Prozent-gentechnikfreie Fütterung umzustellen", fordert Pirklhuber.

Positiv ist die umfangreiche Analyse im Bericht über den Aspekt der Regionalität und Klimarelevanz von Lebensmitteln. Allerdings wären auch hier verstärkte Anstrengungen insbesondere im Bereich der bäuerlichen Direktvermarktung erforderlich. Im Bio-Segment ergeben sich zusammen mit dem Bio-Fachhandel immerhin fast 22 Prozent Marktanteil.

"Die Vorlage des österreichischen Lebensmittelberichts wäre auch ein guter Zeitpunkt gewesen, um die bisherige ÖVP-Blockade gegen ein österreichisches Gütesiegel-Gesetz im Lebensmittelbereich endlich zu beenden und Grünes Licht für die Etablierung staatlich anerkannter Gütesiegel zu signalisieren", so Pirklhuber abschließend.

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