Oesterreichs Energie begrüßt Ausweitung der Ökostromförderung

Effizienzmaßnahmen und Ausbau der Netze müssen erneuerbare Energien ergänzen

Wien (OTS) - Als grundsätzlich positiv begrüßte Oesterreichs Energie die von Wirtschaftminister Reinhold Mitterlehner vorgestellte Neuregelung der Ökostromförderung in Österreich. "Die neue Regelung erhöht das Ausbauvolumen und schafft mehr Transparenz im Bereich der Mittelaufbringung", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft.

Mit der Aufstockung der jährlichen Förderung für Ökostrom um 40 Prozent auf 30 Millionen Euro und den Maßnahmen zum Abbau der Projektwarteliste habe das Wirtschaftministerium ein schwerwiegendes Problem erkannt und eine Lösung präsentiert, die mehr Sicherheit für Investoren bringen dürfte. Weitere positive Maßnahmen betreffen unter anderem die Wahlmöglichkeit zwischen Einspeisetarif und Investitionszuschuss bei Kleinwasserkraftanlagen. Schmidt: "Das sind deutliche Verbesserungen der Bedingungen für den Ausbau der Ökoenergie".

Erhöhung der Transparenz der Mittelaufbringung

Als wichtigen Schritt sieht Schmidt die geplante Koppelung der Ökostromentgelte an die Netztarife und die Einhebung über die Netzbetreiber: "Das erhöht die Transparenz des Systems und ermöglicht eine bessere Nachvollziehbarkeit der Verrechnung." Es gelte nun, bei der konkreten Formulierung des Gesetzes die Chance zu nutzen um für noch mehr Transparenz und weniger Abwicklungskosten zu sorgen, beispielsweise durch die Zuweisung des Ökostroms an die Stromhändler zu marktgerechten Spotmarktpreisen.

Konsequenter Weg zu mehr Ökoenergie erfordert Stärkung der Effizienz und Netzausbau

Die verstärkte Förderung der neuen erneuerbaren Energien wird aus Sicht von Oesterreichs Energie ergänzender Maßnahmen bedürfen, um eine weitgehend nachhaltige Versorgung aufzubauen. Schmidt: "Der Ausbau der Ökoenergie muss daher in den kommenden Jahren durch den Ausbau der notwendigen Infrastrukturen und durch umfassende und zielgerichtete Effizienzmaßnahmen, vor allem in den Bereichen Mobilität und Niedertemperaturwärme begleitet werden. Nur mit einem effizienten Energieeinsatz UND einem leistungsfähigeren Netz werden wir eine Versorgung, die weitgehend ohne Stormimporte auskommt, sicher stellen können."

Beschleunigungsprogramm Netzausbau gefordert

Die Bewältigung einer zunehmend dezentralen Einspeisung von Strom wird zu einer Herausforderung für die Netze, die ein Überdenken der Finanzierung der Netze und eine Überarbeitung der Netztarifstruktur erfordert. Schmidt: "Schwerpunkte in dieser Hinsicht sind die Schaffung einer zukunftsorientierten, planbaren, investitionsfördernden Tarifpolitik für die Netze und eine systemorientierte Roadmap, die den Netzausbaubedarf ermittelt sowie eine verlässliche Strategie für die Optimierung des gesamten Energiesystems in Österreich." Daraus abgeleitet sollte dann die Planung konkreter Netzausbaumaßnahmen erfolgen. "Oesterreichs Energie plant bereits eine Adaptierung des Ausbaukonzeptes für die österreichischen Übertragungs- und Verteilernetze", so Schmidt.

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