FPÖ-Frigo: Frühgeborenenstation im Wiener AKH stark belastet

Mehrlingsschwangerschaften treten aufgrund einer Gesetzeslücke vermehrt auf

Wien (OTS/fpd) - Künstlich hervorgerufenen Schwangerschaften können durch einen höheren Prozentsatz zu Mehrlingsschwangerschaften führen. Diese wiederum bringt oftmals Frühgeburten mit sich und führt somit zu einer verstärkten Belastung der Mütter, so der FPÖ-Wien LAbg. für Gesundheit, Univ.- Prof. Dr. Peter Frigo. Die Frühgeburtenrate hat sich in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt - dies ist gerade darum nicht weiter verwunderlich, weil es doch in Österreich an einem entsprechenden Gesetz fehlt, welches die Anzahl der Embryonen begrenzt. In Deutschland beispielsweise gibt es ein derartiges Gesetz und dort sind die Frühgeburten auch deutlich zurück gegangen.

Für "Frühchen" ist in Ostösterreich das Wiener AKH zuständig - doch hier sind neben Engpässen bei Hebammen auch auf der Frühgeborenenstation Personal- und Kapazitätsdefizite. Das Wiener Gesundheitsbudget wird durch die Frühchen und deren aufwendige Pflege auf den Intensivstationen, stark belastet. Eine bundesweite Regelung durch eine längstfällige Änderung des Fortpflanzungsgesetzes sollte zur Schonung des Wiener Gesundheitsbudgets daher sofort durchgeführt werden. Wie am Beispiel Deutschland, muss auch in Österreich die maximale Anzahl der eingesetzten Embryonen mit 3 limitiert werden, so Frigo weiter.

Es ist zwar erfreulich, dass es den Kindern - bei dem aktuellen Fall der Fünflinge im Wiener AKH - gut geht, dies ist jedoch eher die Ausnahme. Eine Begrenzung auf maximal drei Embryonen würde nicht nur das Wiener Budget schonen sondern vor allem auch viele persönliche Tragödien verhindern. Gesunde Fünflinge sind die Ausnahme und nicht die Regel, so Frigo. Eine bundesweite Regelung durch eine schon längst überfällige Änderung des Fortpflanzungsgesetzes ist daher dringend angeraten, schließt Frigo. (Schluss)paw

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