Sima startet Sauberkeitskampagne 2011

Aufruf zur Eigenverantwortung: "Wien, Wien nur Du allein ... hast es in der Hand!"

Wien (OTS) - Schneekugeln mit Hundekot, Tschickstummeln und Sperrmüll haben in den letzten Tagen auf Plakaten und in Inseraten für Diskussionen in der Stadt gesorgt: "Wien, Wien, nur Du allein ... hast es in der Hand!" - die Botschaft ist wohl unmissverständlich: "Jeder von uns muss seinen persönlichen Beitrag für ein sauberes Wien leisten. Uns allen liegt die Stadt am Herzen und die Sauberkeit ist ein wesentliches Merkmal Wiens auch im internationalen Vergleich. Wir wollen die Wienerinnen und Wiener weiter sensibilisieren - auch wenn das Sauberkeitsniveau schon sehr hoch ist, so leidet gerade im und nach dem Winter die Moral ein wenig", erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima bei der heutigen Präsentation der neuen 48er-Kampagne.

Daher wird nun auf 700 16-Bogenplakaten, 200 Citylights, auf Infoscreen und in Inseraten und im Internet auf die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen hingewiesen. "Wir haben bewusst auf das Symbol der Schneekugel gesetzt, das ein Wahrzeichen Wiens ist - dieses gilt es zu bewahren und sauber zu halten", so Sima. Durch eine ungewöhnliche, typisch wienerische Symbolik mit hohem Identifikationspotential appelliert die Kampagne der MA 48 an den Stolz der WienerInnen.

Teaser-Kampagne aufgelöst: Wien bleibt clean! Strafen bei Missachtung der Spielregeln!

In der heute gestarteten Auflösung der Teaser-Kampagne wird nun an die Konsequenzen bei Verstoß der Sauberkeitsspielregeln hingewiesen:
auf die Strafen durch die WasteWatcher - wie etwa das Organmandat von 36 Euro bei nichtweggeräumtem Hundekot oder 1.000 Euro bei illegal abgelagertem Sperrmüll. "Wien bleibt clean!" lautet die Botschaft, wenn sich jeder an die Sauberkeitsspielregeln hält. "Jene, die sich nicht daran halten, müssen eben mit Strafen rechnen", so Sima.

Wiens Sauberkeitsmaßnahmen wirken!

Wiens Sauberkeitsmaßnahmen der letzten Jahre wirken. Zum einen werden immer wieder Bewusstseinskampagnen gesetzt, wie eben die aktuelle mit den Schneekugeln. Zum anderen wurde das Angebot an die Wienerinnen und Wiener enorm ausgeweitet. In Phase 3 wurden die WasteWatcher eingeführt, die die Sauberkeitsspielregeln kontrollieren und bei Verstößen strafen. Das Gesamt-Paket wirkt, Wien zählt zu den saubersten Städten der Welt. "Der Rückgang von illegal abgelagertem Sperrmüll, liegengelassenem Hundekot, entführten Einkaufswagerln und auch Tschickstummeln lässt sich auch in Zahlen festmachen", erläutert Sima.

Täglich 47.200 Hundekotsackerl in Wiens Papierkörben

Besonders erfreulich ist die Situation beim Hundekot. "Täglich landen 47200 gefüllte Hundekotsackerl in Wiens Papierkörben. "Die Hundebesitzer nehmen das Angebot der mittlerweilen fast 2800 Hundesetautomaten mit den 20 Millionen Gratissackerl im Jahr gut an", so Sima.

Internationaler Kommunikationspreis für Hundekotkampagnen der Stadt Wien

Für die Hundekotkampagnen der Stadt Wien gab es im letzten Jahr sogar einen internationalen Kommunikationspreis der ISWA, der International Solid Waste Association. Die hochkarätige Jury beeindruckten die Grundpfeiler der Kommunikationsstrategie der MA 48:
Die Ausweitung des Serviceangebotes mit zusätzlichen Personal bei der Straßenreinigung, dem Ausbau der Papierkörbe und der Aufstellung von mittlerweile insgesamt 2800 Hundesackerlautomaten, der Stärkung der Eigenverantwortung durch Information wie provokativen Plakatkampagnen, Radiospots und Wiesenstecker und nicht zuletzt die extrem hohen Zufriedenheitswerte mit den Waste Watchern. Die internationale Jury hat sich aus Einreichungen aus 11 Ländern für Wien entschieden.

"Sind dir 36 Euro wurst?"

Teil der Hundekot-Kampagnen der Stadt Wien sind die mittlerweilen schon zum Stadtbild gehörenden Wiesenstecker mit der Aufschrift "Sind dir 36 Euro wurst?", die der herzige Jack Russel Terrier im Maul hat. Er macht damit sein Herrchen oder Frauchen darauf aufmerksam, dass sie die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners wegräumen müssen, sonst wird's teuer. Seit Beginn der Aktion wurden mittlerweile ca. 100.000 Wiesenstecker in die beliebten Tatorte wie Wiesen, Straßenbegleitgrün und Parks gesteckt. Im Rahmen der aktuellen Kampagne werden derzeit wieder 10.000 Stecken ausgebracht - mit der Frage an die Hundebesitzer "Sind dir 36 Euro wurst?"

Host an Tschick? Kampf der Zigarettenstummel!

850 mit der Aufschrift ""Host an Tschick"-versehene Aschenrohe und 7500 Papierkörbe mit Aschenbechern stehen den Raucherinnen und Rauchern zur Verfügung, um ihre Zigarettenstummel ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Aschenrohre fassen 1000 Zigarettenstummel, sie stehen auf stark frequentierten Plätzen und werden gut angenommen. Jährlich landen rund 19,2 Mio Stück in den dafür vorgesehen Behältnissen der MA 48.

50 % weniger illegal abgelagerte Kühlgeräte

Auch in Sachen Sperrmüll gibt es Erfolgszahlen. "Wir verzeichnen hier einen Rückgang von über 15 % beim Sperrmüll und bei den Kühlgeräten sind es sogar fast 50 % weniger", so Sima. Auch bei den Einkaufswagerl konnte viel erreicht werden: Landeten im Jahr 2006 noch über 30 000 illegal abgestellte Wagerl auf Wiens Gehsteigen, so waren es 2010 noch etwa 19 000. "Hier verzeichnen wir einen Rückgang von 37 %", erläutert Sima.

3 Jahre WasteWatcher wirken!

"Es gibt in Wien längst keine Ausreden mehr. Es gibt 19 Mistplätze mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten, es gibt über 2.700 Hundesackerlautomaten mit Gratis-Sackerl, es gibt 22.000 Papierkörb und über 200.000 Altstoffsammelbehälter in der ganzen Stadt", betont Sima. Daher gibt es auch kein Verständnis für jene, die sich nicht an die Sauberkeitsspielregeln halten. Die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht kontrollieren diese Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden. "Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet", so Sima.

Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Seit Februar 2008 haben sie über 13 600 Amtshandlungen getätigt.

Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und 370 ausgebildete Mitarbeiter bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Es gibt laufend auch Schwerpunkttage, an denen über 100 WasteWatcher unterwegs sind, der nächste Schwerpunkttag findet am Samstag, den 26. März in den Bezirken 17., 18. und 19. statt.

Alle MA 48-Serviceangebote von Hundesackerlautomaten bis Mistplätzen online

Die MA 48 ist stets bemüht, das Service noch weiter auszubauen, so auch die Information über die Entsorgungsmöglichkeiten. Dazu gibt es alle Infos praktisch onlie auf www.wien.gv.at/stadtplan/

Unter dem Menüpunkt "Saubere Stadt" sind sämtliche öffentlichen Altstoffsammelbehälter, Mistplätze, Problemstoffsammelstellen, Hundesackerlautomaten und öffentliche WC-Anlagen zusammengefasst.

Kampagne online: www.abfall.wien.at

Auf der Homepage der MA 48 findet sich natürlich auch die neue Kampagne der MA 48 als Download. Zusätzlich ist die MA 48 nun auch im Facebook zu finden: Egal ob die aktuelle Kampagne, Fotos, Videos, Aktionen oder Skurriles zur Abfallwirtschaft: Hier kommen Fans der MA 48 auf ihre Rechnung: einfach vorbei schauen, es lohnt sich:
www.facebook.com/die48er . Passend zur Kampagne gibt hier zum Beispiel auch Infos darüber, wie man zu 3-D Schneekugeln der Sujets "Tschickstummel" und "Hundekot" kommt.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Voraberger
Mediensprecherin Umweltstadträtin Ulli Sima
Tel. 01/4000 81 353
mobil: 0664/16 58 655
www.ullisima.at

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