"Arbeit&Wirtschaft": Vor der Krise ist nach der Krise?

Foglar: Finanztransaktionssteuer hätte steuerliche und regulierende Wirkung

Wien (OTS/ÖGB) - "Es wurde verabsäumt, Spekulationen einzudämmen, die Bonuszahlungen in ein vernünftiges Maß zu bringen oder die Finanzmärkte zu regulieren", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar im Interview mit der aktuellen Ausgabe von "Arbeit&Wirtschaft", dem von AK und ÖGB herausgegebenen Monatsmagazin. Soziale Gerechtigkeit aus Sicht der OECD, das soziale Europa vor dem Aus oder die EU-Wirtschaftsregierung sind weitere Themen der März-Ausgabe.++++

"Es hat sich grundlegend nichts geändert, was Auslöser und Ursachen der Krise betrifft", sagt der ÖGB-Präsident im Interview, daher sei der Titel 'Nach der Krise ist vor der Krise' treffend formuliert. "Alles, was eine vernünftige Reaktion auf die Krise gewesen wäre, ist nicht eingetreten." Einmal mehr spricht sich Foglar für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer aus: "Die hätte nicht nur eine einnahmenseitige Steuerwirkung, sondern auch eine regulierende Wirkung."

"Ein zu hohes Maß an Überstunden ist schlicht und einfach ungesund", sagt der ÖGB-Präsident zum Thema Arbeitszeiten. Lösungen zur Reduktion von Überstunden könnten auf betrieblicher Ebene gefunden werden, etwa durch Betriebsvereinbarungen: "Der Betriebsrat kann vorschlagen, dass eine bestimmte Anzahl von MitarbeiterInnen Überstunden leistet, und wenn das mehr werden, muss ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden." Das sei so ähnlich wie die Forderung der Gewerkschaften, die Anzahl der ZeitarbeiterInnen in einem Unternehmen zu begrenzen, in manchen Betrieben liege die Zahl bei weit mehr als zehn Prozent.

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