ARBÖ: Mineralölfirmen sollen Preisänderungen melden

Alle Spritpreise in Echtzeit im Internet - Geförderte Spritspar-Trainings für alle

Wien (OTS) - Damit die Autofahrerinnen und Autofahrer die Spritpreise leichter vergleichen können, sollen alle Spritpreise in Echtzeit im Internet zu finden sein, fordert der ARBÖ vor dem Spritpreisgipfel im Wirtschaftsministerium. Am einfachsten ginge das, wenn die Mineralölfirmen ihre Preise jedes Mal an eine Datenbank melden müssen, wenn sie ihre Preise verändern. Der ARBÖ würde dann tatkräftig dafür sorgen, die gemeldeten Echtzeitpreise allen Autofahrerinnen und Autofahrern weiterzugeben - über das Internet hinaus.

Schon im Gefolge des letzten Spritpreisgipfels des Wirtschaftsministers, am 26. Mai 2010, war die Erstellung einer kompletten Marktübersicht ein wichtiges Thema gewesen. "Größtmögliche Transparenz ist jetzt nicht nur wegen der Rekordpreise ein Gebot der Stunde, sondern auch deswegen notwendig, weil immer mehr Mineralölfirmen ihre Spritpreise leider vom Internet genommen haben", begründet der ARBÖ die Dringlichkeit seiner Forderung. Fallweise weigern sich Tankstellen sogar, anfragenden Kunden telefonisch Auskunft über die aktuellen Spritpreise zu geben. Eine Meldepflicht der Mineralölkonzerne, wie sie auch die Arbeiterkammer und der ÖAMTC fordern, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass die Flatterhaftigkeit (Volatilität) der Spritpreise abnimmt.

Spritspar-Trainings für alle=

Als wichtigen Beitrag zur Schonung von Umweltressourcen und Geldbeutel fordert der ARBÖ geförderte Spritspar-Trainings für alle. "Allein durch eine Verbesserung des persönlichen Fahrstils sind CO2-Einsparungen von bis zu 25 Prozent möglich", wissen die ARBÖ-Instruktoren aus Erfahrung mit diesen Spritspar-Trainings, die der ARBÖ in seinen drei Fahrsicherheitszentren (Wien, Luderdorf, Straßwalchen) anbietet und die bisher primär von Firmen gebucht wurden. Man muss aber genauestens lernen, wie es richtig geht - jedes Detail zählt. "Geförderte Spritspartrainings für alle könnten mindestens eine Million Tonnen CO2 pro Jahr einsparen helfen", ist der ARBÖ überzeugt. Ein ausgeklügeltes Konzept dafür liegt seit Jahren vor. "Der Finanzminister soll einen Teil seiner üppigen Mehreinnahmen durch Mineralölsteuer- und Spritpreiserhöhungen für eine breitflächige Förderung von Spritspartrainings lockermachen", fordert der ARBÖ.

Reihenfolge der Preise, zwei Nachkommastellen und korrekte Steuermeldung=

Zu den klassischen Forderungen des ARBÖ für den Spritpreisgipfel zählen die gleiche Reihenfolge bei den Preisen auf den "Totems" (=Preistafel vor Tankstellen), nur mehr zwei- statt dreistelliger Nachkommastellen, wie zu Schillingzeiten, sowie die korrekten Steuermeldungen nach Brüssel für den EU-Spritvergleich und eine zeitliche Verschiebung einer Einführung der neuen Treibstoffsorte E10, bis alle wichtigen Fragen geklärt sind.

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