Neues Volksblatt - "Kuriositäten" von Markus EBERT

Ausgabe vom 23. März 2011

Linz (OTS) - In Österreich herrscht Konsens darüber, dass man keinen Atomstrom will. Hier nicht und überhaupt nicht, der Ausstieg aus der Atomkraft muss das Ziel sein. Der Weg zu diesem Ziel wird seit dem Jahr 1978 beschritten, als 50,47 Prozent der Wahlberechtigten in einer Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf votierten.
Eine der Kuriositäten der gestrigen Nationalratssondersitzung war der besonders bei der SPÖ ausgeprägte Stolz auf die Zwentendorf-Abstimmung. Wenn sich SPÖ-Geschäftsführerin Rudas damit brüstet, dass ihre Elterngeneration dafür gesorgt habe, dass sie in einem atomfreien Österreich aufwachsen kann, dann hat sie ihre Parteigeschichte nicht gelernt. Zwentendorf war in erster Linie eine Abfuhr für den roten Säulenheiligen Kreisky und in zweiter Linie ein Anti-Atomvotum, ein SPÖ-Verdienst ist also ein AKW-freies Österreich nur bedingt. Und überhaupt zur unbedingten roten Anti-Atomlinie: Da hinein passt so gar nicht, dass der steirische SPÖ-LH Voves meint, das slowenische AKW Krsko sein "in wirklich gutem Zustand".
Nicht minder kurios ist aber auch die Linie von Blau und Grün, zwar gegen Atomstrom zu sein, bei Projekten zur Gewinnung erneuerbarer Energie aber auf der Bremse zu stehen.

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