Kneifel und Corlatean betonen Bedeutung der Donauraumstrategie Obmann des rumänischen außenpolitischen Ausschusses im Hohen Haus

Wien (PK) - Bundesratspräsident Gottfried Kneifel traf heute zu einem Gedankenaustausch mit dem Obmann des Außenpolitischen Ausschusses im rumänischen Senat, Titus Corlatean, zusammen. Corlatean hält sich derzeit zu einem Besuch in Österreich auf.

Beide Gesprächspartner betonten die engen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen beider Staaten und
die ausgezeichneten bilateralen Kontakte auf parlamentarischer Ebene. Der rumänische Gast erinnerte daran, dass Österreich der größte Investor in Rumänien ist und sich die Wirtschaftkrise nicht negativ auf die diesbezüglichen bilateralen Kooperationen ausgewirkt habe.

In diesem Zusammenhang hob Corlatean auch die Bedeutung der Donauraumstrategie hervor, die Bundesratspräsident Kneifel zum Schwerpunkt seiner Präsidentschaft in der Länderkammer erklärt hat. Die Donauraumstrategie soll noch während des ungarischen EU-Vorsitzes im Juni lanciert werden, sagte Corlatean, Rumänien und Österreich sollten dann bei wichtigen Projekten abgestimmt zusammenarbeiten.

Die Donau stelle eine starke symbolische Klammer für Europa dar, sie verbinde den Kontinent, stellte Kneifel fest. Er bat sein Gegenüber, die Bemühungen, die Donau und den Donau-Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe zu machen, seitens Rumäniens zu unterstützen, was Corlatean gerne zusagte. Kneifel informierte
den Gast auch über die geplante Donauraumkonferenz am 24. Mai
2011 im Parlament und merkte an, er werde morgen auch mit
Kommissar Johannes Hahn über das Thema sprechen, denn die Donauraumstrategie dürfe nicht allein auf dem Papier bleiben, sondern müsse mit Leben erfüllt werden.

Besonders hob der rumänische Politiker die Wichtigkeit des
Zugangs zum Schwarzen Meer und der dortigen Häfen hervor. Er ging dabei vor allem auf die wirtschaftliche Bedeutung von Constanta
ein. Die Häfen würden auch eine wesentliche Rolle im Rahmen einer verstärkten Kooperation mit dem arabischen Raum spielen, betonte Corlatean. Präsident Kneifel wies aus österreichischer Sicht auf den Hafen Galatz und auf das Projekt des Container-Shuttle-
Dienstes von Enns bis Galatz hin.

In dem Gespräch wurde auch der von Rumänien noch in diesem Jahr angestrebte Beitritt zu Schengen thematisiert. Sein Land erfülle alle notwendigen technischen Kriterien, unterstrich Corlatean. Kneifel anerkannte seinerseits die Bemühungen Rumäniens und meinte, das Land sei auf gutem Weg nach Schengen. Selbstverständlich setze ein Beitritt auch die Funktionsfähigkeit der Verwaltung voraus. Österreich werde aber, wie in der Vergangenheit auch, auf EU-Ebene gerne in dieser Frage die Vermittlerrolle übernehmen.

Sowohl Corlatean als auch Kneifel waren sich einig, dass das
Projekt Nabucco für die Energieversorgung Europas absolute Priorität hat.

Am Vortag war Corlatean mit dem Obmann des Außenpolitischen Ausschusses des Nationalrats, Josef Cap, zusammengekommen, im Anschluss an das Treffen mit Bundesratspräsident Gottfried
Kneifel setzte Corlatean seine Gespräche in Österreich mit dem Vorsitzenden des Außenpolitischen Ausschusses des Bundesrats, Günther Köberl, fort. (Schluss)

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