Hauptverband: Generika tragen wesentlich zum Erhalt unseres Gesundheitssystems bei

Wien (OTS) - Mit den Vorteilen der Generika, aber auch
Vorurteilen gegen sie, sowie ihrer Rolle in der Gesundheitspolitik anderer Staaten befasst sich morgen, Dienstag 22. März, von 9.00 bis 16.00 Uhr eine von AGES und Hauptverband ausgerichtete Enquete.
Für Christoph Klein, Generaldirektor-Stellvertreter im Hauptverband, spielen Generika eine wichtige Rolle in der Konsolidierung der Krankenkassen. Der Einsatz von Generika hat dazu beigetragen, die Medikamentenkosten 2010 um fast 300 Millionen Euro zu dämpfen - bei unverändert hoher Behandlungsqualität für die Versicherten. Generika sind Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff in der gleichen Stärke und Darreichungsform wie ein Originärpräparat, dessen Patentschutz abgelaufen ist. Dass Generika prinzipiell völlig gleichwertig mit dem Ursprungspräparat sind, wird streng geprüft. Zusätzlich ist es stets der verschreibende Arzt, der im konkreten Anwendungsfall über die Auswahl des Medikaments entscheidet. "Im Rahmen des mit der Ärztekammer vereinbarten Konsolidierungspaketes helfen uns Generika intelligent zu sparen bei völlig gleicher Qualität für unsere Versicherten", sagt Christoph Klein.
"Die Krankenkassen und ihre Vertragsärztinnen und -ärzte übernehmen mit ihrer ökonomischen Verschreibepolitik gemeinsam Verantwortung für Stabilität und Nachhaltigkeit unseres Gesundheitssystems -unterstützt von der Gunst der Stunde", so Klein weiter in Anspielung darauf, dass in letzter Zeit die Patente umsatzstarker Medikamente ausgelaufen sind und generische Nachfolge ermöglicht haben.
Die Resultate: Lag die jährliche Steigerungsrate beim Generikaanteil in den letzten Jahren zwischen unter ein bis knapp über zwei Prozentpunkten, hat sie im ersten Jahr des Konsolidierungsprozesses einen Sprung um 3,5 Prozentpunkte nach oben gemacht (2009: 43 % Generikaanteil an den Verordnungen, 2010 46,5 % -jeweils bezogen auf den Markt von Medikamenten, für die es Nachfolger gibt).
Die Medikamentenpolitik ist damit eine tragende Säule des Konsolidierungsprozesses. Noch zur Zeit der Vereinbarung des Sillian-Paketes (Vorschau Mai 2009) waren die Krankenkassen auf Basis der bisher gängigen Kostenentwicklung von 3,169 Milliarden Euro Medikamentenkosten für 2010 ausgegangen. Als Konsolidierungsziel hat man sich 3,043 Milliarden Euro vorgenommen, und geworden sind es schließlich ca. 2,875 Milliarden Euro (vorläufiger Wert). "Generika dürfen auch als Motor der Innovation nicht unterschätzt werden", schließt Christoph Klein. "Ihre Konkurrenz erlaubt es der forschenden Pharmaindustrie nicht, sich auf den Lorbeeren bereits bewährter Medikamente auszuruhen. Und die durch Generika mitverursachte Kostendämpfung verschafft uns den finanziellen Spielraum, den wir brauchen, um modernste Medizin als Leistung der Krankenversicherung zu garantieren."

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Arzt durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw. einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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