bOJA fordert mehr Mittel für die Offene Jugendarbeit bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte

"Bundesweites Netzwerk für Offene Jugendarbeit" (bOJA) ruft am "Internationalen Tag gegen Rassismus" zu mehr Engagement auf

Wien (OTS) - Anlässlich des "Internationalen Tages gegen
Rassismus" ruft bOJA, das bundesweite Netzwerk für Offene Jugendarbeit, dazu auf, sich noch mehr gegen die gesellschaftlichen und politischen Stigmatisierungen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte zu engagieren. "Jugendliche werden immer wieder aufgrund ihrer Herkunft, Kultur, Hautfarbe oder Religion in eine Außenseiter-Rolle gedrängt", erläutert Mag.a Sabine Liebentritt, Geschäftsführerin von bOJA. "Mittels Angeboten im Rahmen von Offener Jugendarbeit, wie Jugendtreffs, Jugendzentren oder mobiler Jugendarbeit werden unterschiedlichsten jungen Menschen individuelle Freiräume und Rückzugsräume geboten, wo sie sich von dem Druck von außen, den Erwartungshaltungen und von ihrem Label 'Ausländer' erholen können. Es gibt tausende von Projektbeispielen aus diesem Handlungsfeld, die im Sinne von Gesellschaft und Individuum Themen wie Rassismus, Ausgrenzung, Integration zielorientiert bearbeiten". Umso wichtiger sei es daher, dass Offene Jugendarbeit gezielt und nachhaltig gefördert werde, sagt die Geschäftsführerin von bOJA.

Selbstverantwortung durch Inklusion statt Ausgrenzung

Dass viele Jugendliche mit wenig optimalen Lebensbedingungen in Österreich in der Offenen Jugendarbeit ihren Platz finden, hänge mit der Tatsache zusammen, dass sie sich keine anderen Orte "leisten" können, so Liebentritt. In offenen und somit niederschwelligen Einrichtungen würden junge Menschen nicht anhand ihrer Unterschiedlichkeit geclustert und kategorisiert, sondern in ihrer Individualität erkannt, von ExperteInnen (z.B. SozialarbeiterInnen) begleitet und gefördert. "Das hat nichts mit Träumerei zu tun, sondern es ist gesellschaftliche Realität, dass wir Jugendliche in ihrer Selbstverantwortung fördern müssen", betont die bOJA-Geschäftsführerin. Die Angebote reichen von Sport, Partys und Musik über Kreativangebote wie Workshops, Projekte oder Proberäume für Bands bis hin zu Nachhilfe, Unterstützung bei der Jobsuche und Beistand bei schulischen und familiären Problemen.

Integration durch Partizipation und Akzeptanz

Als bundesweites Netzwerk für Offene Jugendarbeit ist bOJA DIE Fach- und Vernetzungsstelle für Offene Jugendarbeit und kooperiert mit allen relevanten Einrichtungen rund um das Thema "junge Menschen". Die zahlreichen Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in ganz Österreich sind wichtige Bezugsstellen für unzählbar viele junge Menschen. Die dort tätigen JugendarbeiterInnen sind für die Jugendlichen und deren Vorstellungen und Bedürfnisse zunächst einfach mal da und entwickeln unterschiedliche Angebote in Anwendung fachspezifischer Methoden. Bei Bedarf vermitteln sie auch zwischen den Jugendlichen und den Behörden (z.B. Gemeinden), sozialen Einrichtungen (z.B. Bürgerservices, Berufsinformation), Polizei und Schulen. Um die Angebote attraktiv und jugendgerecht zu machen, werden diese von, mit und für Jugendliche gemacht. "Junge Menschen haben bei uns den Freiraum zu erkennen, was ihnen gut tut und dementsprechend zu handeln und Aktivitäten zu setzen", unterstreicht Liebentritt das Prinzip der Partizipation in der Offenen Jugendarbeit. Neben Partizipation geht es vor allem auch um soziale Integration: "Integration ist in der Offenen Jugendarbeit nicht bloß ein Schlagwort", erklärt Liebentritt. "Es geht um mehr als um ein Angebot von sinnvoller Freizeitgestaltung, nämlich um die Akzeptanz von Jugendlichen, wie sie sind mit ihren vielfältigen, schrillen und teilweise provokanten Darstellungsinszenierungen".

Über bOJA

bOJA ist das Bundesweite Netzwerk für Offene Jugendarbeit, dient als Plattform für Wissens- und Informationsaustausch und vernetzt Menschen, Ideen, Projekte, Einrichtungen - national und international. bOJA unterstützt das Erwachsen werden für Jugendliche in Österreich, indem es mit seinen Partnern im Handlungsfeld der Offfenen Jugendarbeit (soziale Einrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung, Bildungswesen, etc.) zusammenarbeitet und als Sprachrohr und Interessensvertreter für die Bedürfnisse von Jugendlichen aus der Offenen Jugendarbeit agiert. bOJA hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Qualitätsstandards in der Offenen Jugendarbeit voranzutreiben und das Bewusstsein für die Bedeutung von Offener Jugendarbeit zu heben. Geschäftsführerin von bOJA ist Mag.a Sabine Liebentritt. www.boja.at

Rückfragen & Kontakt:

Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Mag.a Sabine Liebentritt, GF
c/o Lilienbrunngasse 18/2/47
1020 Wien, Österreich
Mail: boja@boja.at
Tel: 0660 7315 237

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