Industrie zu ÖGB und AK: Standortpolitische Notwendigkeiten noch nicht erkannt

IV-Vize-GS Koren: Vorschläge der Arbeitnehmer wenig zielführend - Allein Zinsendienst erfordert mehr Geld als Bildungsbereich

Wien (OTS/PdI) - Als "wenig zielführend" bezeichnete der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren die heutigen Vorschläge der Arbeitnehmervertreter zur Stärkung des Wachstums in Europa. "Offenbar haben ÖGB und AK die Zeichen der Zeit und die standortpolitischen Notwendigkeiten leider noch immer nicht erkannt", so Koren. "Neue Steuern und weitere Belastungen für Unternehmen sowie weiter ausufernde staatliche Defizite kosten weitere Wettbewerbsfähigkeit, was wir uns angesichts des Wachstums unserer außereuropäischen Mitbewerber sicherlich nicht leisten können. Denn dies würde Wachstum und damit österreichische und europäische Jobs kosten. Und allein die Bedienung der Zinsen aus dem Budgetdefizit kostet Österreich mittlerweile mehr, als wir pro Jahr für den gesamten Bildungsbereich aufwenden", erklärte der IV-Vize-Generalsekretär.

Die Behauptung der Arbeitnehmervertreter, dass eine Verschiebung von den Löhnen hin zu Unternehmensgewinnen zu verzeichnen sei, müsse aus dem Blickwinkel der Aufkommens-Perspektive jedenfalls für Österreich relativiert werden. "Laut EU-Kommission ist der Anteil der Kapitalsteuern (inkl. Unternehmensgewinne) am Gesamtsteueraufkommen von 1995 bis 2007 um 2,3 Prozentpunkte gestiegen. Der Steueraufkommensanteil in Bezug auf Arbeit wiederum ist um 2 Prozentpunkte gesunken. Die Steuern und Abgaben auf Kapital haben daher in den vergangenen Jahren in unserem Land tendenziell mehr zum gesamten Steuerkuchen und damit zur Finanzierung der öffentlichen Güter und sozialen Transfers beigetragen. Auch vor diesem Hintergrund ist die ständige Forderung nach einer Erhöhung der Binnennachfrage sicher nicht der richtige Weg", sagte Koren.

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