EU-Studie zeigt drastische Defizite bei der Raucherentwöhnung

Österreichs Raucher wünschen sich mehr Hilfe im Kampf gegen die Nikotinsucht

Berlin/Wien (OTS) - Über 78 Millionen Raucher in Europa wollen mit dem Rauchen aufhören - die Hälfte davon beklagt mangelnde öffentliche Unterstützung. Auch in Österreich haben bereits 21% der Raucher (erfolglos) versucht, vom Glimmstängel loszukommen. Das sind die alarmierenden Kerndaten einer europaweit durchgeführten, repräsentativen Untersuchung, die am 17. März, bei einem Fachsymposion in Berlin, vorgestellt wurde. Anlässlich der Präsentation des EQUIPP-Reports (Europe Quitting: Progress and Pathways Report) plädierten österreichische Gesundheitsexperten u.a. für die Übernahme der Kosten für Raucherentwöhnung, für bundesweite Beratungseinrichtungen sowie für mehr Unterstützung durch die Politik.

Mangelnde staatliche Unterstützung und hohe Kosten als Hindernisse Sowohl die interviewten Gesundheitsexperten, als auch die befragten Raucher bzw. Nichtraucher unterstützen die Forderung nach einer Verbesserung der Raucherentwöhnungsberatung: 68% der befragten europäischen Nicht-Raucher bzw. 51% der Raucher sind der Meinung, dass die Regierungen mehr in Raucherentwöhnung investieren sollten, als in die Behandlung der Gesundheitsprobleme, die Rauchen verursacht. Diese Ansicht teilen auch die Gesundheitsexperten, von denen 88% meinen, dass es in der Verantwortung der Regierungen liegt die Infrastruktur für Raucherberatungs- und Entwöhnungsstellen zu verbessern. Fast die Hälfte der befragten Raucher (48%) betrachtet überdies die Kosten für medizinische Beratung als größtes Hindernis, um diese in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus erklären vier von zehn Rauchern, dass die Finanzierung von Raucherentwöhnungsprogrammen sie ermutigen würde, sich beraten zu lassen.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer groß angelegten, repräsentativen, europäischen Untersuchung im Auftrag von Pfizer, welche die Meinungen über Rauchen und Raucherentwöhnung untersuchte. Im Rahmen dieser umfangreichen Studie wurden europaweit über 2.400 Gesundheitsexperten sowie rund 20.000 Raucher und 22.000 Nicht-Raucher befragt. Professor Luke Clancy, Präsident der European Respiratory Society (ERS), der führenden europäischen Organisation im Bereich Atemwegserkrankungen: "Tabakkonsum ist eines der größten Risiken für die öffentliche Gesundheit in der EU. Mit dem Rauchen aufzuhören ist jedoch eine große Herausforderung, denn Nikotin macht süchtig. Studien zeigen uns allerdings, dass schon ein kurzes Gespräch mit einem Gesundheitsexperten, die Chance auf eine erfolgreiche Raucherentwöhnung verdoppelt. Um konkret die Todesopfer durch Tabakkonsum zu verringern, müssen wir also einerseits verstärkt Mediziner dazu bewegen, ihre Raucherentwöhnungs-Beratung auszubauen, andererseits muss diese Beratung dann auch in vollem Umfang genutzt werden. Nur so steigen die Erfolgschancen für eine effektive Raucherentwöhnung."

Besorgniserregende Situation in Österreich

Bei einer Umfrage im Jahr 2009 bezeichneten sich 34% der befragten Österreicher als Raucher (Zigaretten, Zigarren oder Pfeife). 21% der Raucher haben in den letzten Monaten versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Trotz dieser Tatsache, gibt es in Österreich keine politischen Zielvorgaben für eine Reduktion des Tabakkonsums oder eine schriftlich festgelegte Raucherpolitik. Dr. Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Austria, dazu: "Diese Daten und die Tatsache, dass z.B. die Zahl der jugendlichen Raucher in Österreich seit Jahren stetig ansteigt, zeigt, dass in Österreich großer Handlungsbedarf herrscht. Wir müssen nun konkrete Maßnahmen setzen und der EQUIPP-Report unterstützt Österreich im Kampf gegen die Nikotinabhängigkeit. Er gibt uns klare Empfehlungen, was zu tun ist:
Rückerstattung der Behandlungskosten, stärkere Einbeziehung der Hausärzte sowie die bundesweite Einrichtung von Raucherentwöhnungsdiensten durch eine zentrale Organisation. Wir hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger die Empfehlungen ernst nehmen und Verbesserungen rasch angegangen werden."

Über den EQUIPP-Bericht

Der EQUIPP-Bericht (European Quitting: Progress and Pathways) zeigt auf, dass in Europa nicht genug zur Bekämpfung der Nikontinabhängigkeit getan wird. Er repräsentiert die Meinungen von über 60 europäischen Raucherentwöhnungs-Experten und wird unterstützt von der European Respiratory Society (ERS), dem Europäischen Netzwerk für Rauch- und Tabak-Prävention und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Der Report gibt Empfehlungen zur Verbesserung auf EU und nationaler Ebene (für Details & Empfehlungen zu Österreich siehe separates Factsheet EQUIPP Österreich). Er wurde mit führenden Experten auf dem Gebiet der Raucherentwöhnung und Eindämmung des Tabakgebrauchs erarbeitet und am 17. März, anlässlich eines Symposions in Berlin, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der EQUIPP-Report wurde erstellt, um politischen Entscheidungsträgern und Ärzten in 20 europäischen Ländern, darunter auch Österreich, umsetzbare Empfehlungen zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, die Infrastruktur für die Raucherentwöhnung zu verbessern und sicherzustellen, dass alle Personen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, Hilfe erhalten. Er bietet auch Unterstützung bei der Umsetzung von Artikel 14 des WHO FCTC-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs.

Weitere Informationen über EQUIPP, sowie das Factsheet EQUIPP Österreich sind zum Download auf www.pfizer.at :
http://www.ots.at/redirect/pfizer1

Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet moderne Arzneimittel für alle Lebensphasen von Mensch und Tier - und das schon seit über 160 Jahren. Mit einem der höchsten Forschungsetats der Branche (2009: 7,7 Milliarden US-Dollar) setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York, neue Standards in verschiedensten Therapiegebieten wie Atemwegserkrankungen, Augenheilkunde, Frauen-und Männergesundheit, Gehirn und Nervensystem, Hämophilie, Haut, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Impfstoffe, Infektionen, Krebs, Rheuma, Schmerz, Transplantation, Verdauung und Wachstumshormone. Weltweit arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Menschen daran, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder erträglicher zu gestalten. Pfizer ist heute in über 150 Ländern mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar. Rund um den Globus forschen etwa 13.000 Wissenschaftler in einem internationalen Netzwerk gemeinsam an modernen Arzneimitteln.

In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte sowie Tiergesundheit. Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at

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