100 Prozent Ökostrom sind möglich

Wien (OTS) - In Europa wurde zuletzt mit den Argumenten "Brückentechnologie" und "CO2-Freiheit" die Atom-Renaissance vorangetrieben. Das Unglück auf der Ölplattform im Golf von Mexiko und vor allem die Atomkatastrophe in Japan haben einmal mehr gezeigt, wie gefährlich das derzeitige Energiesystem für Mensch und Umwelt ist. Am Umbau dieses Systems - hin zu erneuerbaren Energiequellen -verbunden mit einer deutlichen Steigerung der effizienten Energienutzung führt kein Weg vorbei.

"Je länger wir damit zuwarten, umso gravierender werden die Einschnitte in Natur und Gesellschaft ausfallen. Der Stromkonsument spielt mit seiner Kaufentscheidung eine Schlüsselrolle. Durch die Wahl des Stromanbieters bestimmt der Konsument, welcher Energieversorger seinen Strom mit welchen Kraftwerken erzeugt. Das heißt aber auch: Wer sich nicht darum kümmert, erlaubt seinem Stromanbieter damit automatisch, meist auch einen Anteil an Atomstrom für ihn ins Netz einzuspeisen", erläutert oekostrom-Vorstand Karl Wolfgang Stanzel.

"Die oekostrom Vertriebs GmbH bezieht ihren Strom zu 100 Prozent aus heimischen Ökostromkraftwerken. Damit zeigen unsere Kunden vor, dass eine Stromversorgung ausschließlich aus den erneuerbaren Quellen Wasser, Wind, Sonne und Biomasse nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich ist", so Horst Ebner, für den Stromvertrieb zuständiger Vorstand der oekostrom AG.

Bei anderen sogenannten "Öko-Anbietern" ist es oft nur eine ausgelagerte Gesellschaft oder ein Tarif unter vielen, über den ökologischer Strom bezogen werden kann. "Dies führt dazu, dass dann eben der Strom für die anderen "schmutziger" wird. Das Geld der Kunden fließt dennoch der Muttergesellschaft zu, die damit oft auch neue Pipelines, Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerke baut", führt Horst Ebner weiter aus.

Achtung - Mogelpackung beim Strommix!

Die Stromkennzeichnung der oekostrom Vertriebs GmbH entspricht nicht nur den gesetzlichen Regelungen, sie wird auch nach strengsten EU-Vorgaben erstellt und laufend von einem unabhängigen Prüfinstitut überwacht.

Der offiziell ausgewiesene Strommix anderer Energieversorger kann sich dagegen durchaus vom tatsächlich eingespeisten unterscheiden:
Mit sogenannten "RECS"-Zertifikaten (Renewable Energy Certificate System) können Stromversorger ihren Anteil an Atomstrom oder fossiler Energie ganz legal "sauberwaschen". Für den entsprechenden Atomstromanteil können etwa Wasserkraftzertifikate - fast umsonst -zugekauft werden, ohne dass dieser Strom aus Wasserkraft physikalisch bezogen wird. Auf der offiziellen Stromkennzeichnung darf der Anteil an Atomstrom durch Wasserkraft ersetzt werden. An der ursprünglichen Stromzusammensetzung ändert sich de facto nichts. "Daher kann es beträchtliche Unterschiede zwischen der 'offiziellen' und 'inoffiziellen' Stromkennzeichnung geben. Dies führt zu einer Marktverzerrung und einer Irreführung der Kunden", so Ebner.

Einen Beweis für diese Unterschiede findet man im offiziellen Stromkennzeichnungsbericht 2010 der E-Control, in dem der Gesamtstrommix von so manchem "sogenannten" Wasserkraftkonzern einen großen Anteil an "Egalstrom" - und damit auch Atomstrom - enthält. So weist zum Beispiel der Gesamtstrommix der Verbund-Austrian Power Sales einen UCTE-Anteil von 83 Prozent auf, jener der Energie Graz GmbH 62 Prozent, der KELAG 46 Prozent und der TIWAG 27 Prozent auf. Der UCTE-Mix ist wiederum der durchschnittliche Mix der europäischen Gesamterzeugung, und der enthält rund 30 Prozent Atomstrom. Darüber hinaus zeigte sich im Rahmen von Greenpeace-Berechnungen für das Jahr 2010, dass der Atomstromanteil, den österreichische Energieversorger in ihrem Strommix haben, in viel geringerem Ausmaß als tatsächlich bezogen ausgewiesen wird. Grund dafür ist die oben erläuterte Möglichkeit zur "Stromwäsche" mittels RECS-Zertifikaten. Aus diesem Grund fordert Greenpeace ein Ende dieses Etikettenschwindels. Für Lieferungen aus Strombörsen müssten die Stromversorger zumindest den Atom- und Fossilstromanteil ausweisen, der dem UCTE-Mix entspricht, so Greenpeace.

Strombezug der oekostrom Vertriebs GmbH

Die oekostrom Vertriebs GmbH bezieht den Strom für ihre Kunden ausschließlich aus eigenen Kraftwerken und von unabhängigen österreichischen Ökostrom-Produzenten aus Windparks, Biomasseanlagen und Kleinwasserkraftwerken sowie von mittlerweile mehr als 500 Photovoltaikanlagen der oekostrom(R)-Partner.

Keine Geheimnisse - kein Atomstrom

oekostrom garantiert den Kunden die Belieferung mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen. "Als einziger der reinen Ökostromanbieter Österreichs führen wir eine eigene Bilanzgruppe. Innerhalb einer Bilanzgruppe kann die Herkunft jeder eingekauften Kilowattstunde Strom unzweifelhaft nachvollzogen werden. So können wir 100-prozentig sicherstellen, woher der Strom kommt", erklärt Karl Wolfgang Stanzel. Die Energie stammt aus einem klar definierten und nachvollziehbaren Kraftwerkspark. Das Führen einer Bilanzgruppe ist Voraussetzung für eine lückenlose Kontrolle und Überwachung und der konsequenteste Nachweis von Sauberkeit gegenüber den Kunden. oekostrom nennt alle Kraftwerke, von denen Strom bezogen wird - eine in der Strombranche noch immer außergewöhnliche Transparenz. Alle Informationen sowie eine Auflistung der Kraftwerke finden sich auf www.oekostrom.at/kraftwerke.

oekostrom AG - Unser Name ist Programm

Die oekostrom AG ist Österreichs führender ganzheitlicher Anbieter von ökologischen Dienstleistungen. Mit dem Ziel, die zukunftsfähige Energiewirtschaft wesentlich zu gestalten, ist das Unternehmen neben dem Stromvertrieb in zwei weiteren Geschäftsfeldern aktiv: Wir errichten und betreiben Windparks und Photovoltaik-Anlagen, um langfristig eine saubere Stromerzeugung zu sichern. Wir investieren in Energieeffizienz und Energieeinsparung, indem wir größere Gebäude und Anlagen unserer Kunden modernisieren und setzen Einsparungen bei Energie, Wasser, Wartungs- und Betriebskosten um.

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DI Gudrun Stöger
PR & Kommunikation
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