Mikl-Leitner: Protestmarsch ist sichtbares Zeichen für die Anliegen der Frauen

Frauenquote ist erster Schritt in die richtige Richtung

St. Pölten (OTS/NÖI) - Am Samstag demonstrierte ein breites Bündnis von Frauen aus den unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsbereichen, mehr als 150 Frauenorganisationen und -initiativen aus allen neun Bundesländern auf der Wiener Ringstraße gegen Diskriminierung, Ausbeutung und für die Rechte der Frauen.

"Der Internationale Frauentag jährt sich heuer zum 100. Mal. Was damals als Aufbegehren mutiger Frauen gegen die untragbaren gesellschaftlichen Zustände begann, wird heute weltweit als erforderlicher Aufruf für die Gleichstellung und Gleichberechtigung verstanden", so VP-Frauen-Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner zum Protestmarsch.

Mit dabei unter den rund 20.000 Teilnehmerinnen waren neben Landesrätin Mikl-Leitner unter anderem die Bundesleiterin der ÖVP Frauen Dorothea Schittenhelm, Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl und Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner.

"Mit unserer Teilnahme haben wir ein Zeichen gesetzt - ein Zeichen der Wertschätzung und Solidarität mit Persönlichkeiten, die bereits in der Vergangenheit für Frauenrechte eingetreten sind. Ich denke dabei speziell an Frauen wie Lola Solar (Vorsitzende der Europäischen Frauen-Union und Mitbegründerin des Österreichischen Frauenrings), Grete Rehor (Österreichs erste weibliche Ministerin), Marianne Hainisch (Begründerin der österreichischen Frauenbewegung), Hildegard Burjan (eine der ersten Frauen im österreichischen Parlament 1919 und Gründerin der Caritas Socialis) oder an Marga Hubinek (erste Frau im Präsidium des Nationalrates)", so Mikl-Leitner am Rande des Protestmarsches.

"Und wir haben mit unserer Teilnahme den immer noch bestehenden Ungleichheiten und den Anliegen der Frauen eine Stimme gegeben. Unsere Forderungen reichen dabei von gerechtem Lohn für gleichwertige Arbeit über Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Kinder bis hin zu mehr Väter in Karenz und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf", so Mikl-Leitner weiter.

Zur diese Woche beschlossenen Frauenquote in staatsnahen Betrieben sagte Mikl-Leitner: "Leider hat sich in den letzten 100 Jahren eindeutig gezeigt, dass sich nichts von selbst reguliert, wenn es keine verbindlichen Reglungen gibt. Und das ist der Grund dafür, dass ich den Stufenplan, den Minister Reinhold Mitterlehner mit Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek ausgearbeitet hat, voll und ganz befürworte. Der Bund geht hier mit gutem Beispiel voran - und das ist richtig und wichtig. Für uns Frauen darf es keine Schande mehr sein, 'Quotenfrau' zu sein", so die Landesrätin.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit diesem Stufenplan in den nächsten Jahren einen großen Schritt nach vorne machen. Vielleicht brauchen wir in 100 Jahren ja dann wirklich keine Kundgebung mehr, um auf die Rechte der Frauen und auf die Ungerechtigkeiten für Frauen aufmerksam zu machen. Vielleicht wird Gleichberechtigung ja dann auf allen Ebenen tatsächlich gelebt und ist nicht nur ein Schlagwort auf einem Transparent", so Mikl-Leitner.

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