Graf: FPÖ-Delegation zu Besuch bei Paraguays Vizepräsident von der liberalen Schwesterpartei

Beeindruckendes Wasserkraftwerk Itaipú macht Paraguay unabhängig von Atomenergie

Wien (OTS) - Die Delegation unter Leitung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) traf in Paraguay auch mit Vizepräsident Federico Franco zusammen, der im Moment auch die Geschäfte des auf einer Auslandsreise befindlichen Präsidenten Fernando Lugo führt. Franco sprach von Österreich und Paraguay als befreundeten Ländern und freute sich auch darüber, dass er als liberaler Politiker auf Angehörige seiner Schwesterpartei in Österreich traf.

Franco sprach die in Paraguay verbreitete Armut an und führte sie darauf zurück, dass 80 Prozent der Bevölkerung vom Staat abhängen -entweder als Beamte und Beschäftigte staatlicher Unternehmen oder als Bezieher von Pensionen oder Sozialhilfe. Es gebe einfach zu wenige private Unternehmen insbesondere in der Industrie, die zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Diese Betriebe nach Paraguay zu holen war einmal mehr Thema beim Treffen der österreichischen Delegation mit dem Parlamentspräsidenten Oscar Gonzales Daher, der versprach: "Wir geben juristische, rechtliche und steuerliche Sicherheiten." Dass es aber auch eine Art Staatsgarantie für Investoren geben könnte, wollte er nicht bestätigen. Nur so viel: "Jede Investition wird von uns respektiert", so Gonzales Daher, der bestens darüber Bescheid wusste, dass Österreich in Sachen Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnehme und über jenes Know-How verfüge, das Paraguay benötige, um ein hervorragendes Land zu werden. Als problematisch sah der Parlamentspräsident auch die Tatsache, dass Paraguay beim riesigen Itaipú-Wasserkraftwerk nur eine der ihm zustehenden zehn Riesenturbinen verwende.

Den imposanten Staudamm an der Grenze zu Brasilien besichtigte die österreichische Gruppe, der auch Verkehrs- und Technologiesprecher NAbg. Gerhard Deimek, EU-Abgeordneter Andreas Mölzer, der Zweite Wiener Landtagspräsident Johann Herzog und Ex-Infrastrukturminister Mathias Reichhold angehören, am nächsten Tag. Das 1992 nach knapp zwei Jahrzehnten Bauzeit fertiggestellte Projekt fasziniert bereits mit den nackten Zahlen: So hat der Staudamm eine Breite von acht Kilometern, misst an der höchsten Stelle 196 Meter, die Mauer ist 35 Meter dick. Ein einziger Generator kann 1,5 Millionen Einwohner versorgen. Damit wird klar, warum selbst das riesige Brasilien seinen Strombedarf mit dem Itaipú-Kraftwerk zu 25 Prozent abdecken kann, die Paraguayer trotz erheblicher Netzprobleme zu 75 Prozent. Paraguay hat sich mit diesem Kraftwerk bei der Stromerzeugung völlig unabhängig gemacht und kann auf Atomstrom gänzlich verzichten.

Ausführliche Berichte mit Fotos finden sich in der Internet-Zeitung Unzensuriert.at (http://tinyurl.com/67gxaw5 und http://tinyurl.com/693gk6g).

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