Scheele/Renner: Pilotprojekt gegen steigende Gelsenplage

Gelsenregulierung mittels Hubschrauber in den Gemeinden entlang der Thaya und der March

St. Pölten (OTS/SPI) - Die Bevölkerung in der Region der March-Thaya-Auen hat bereits seit Jahrzehnten mit einer übermäßigen Gelsenpopulation zu kämpfen. Die zahlreichen stehenden Gewässer aufgrund des Hochwasserschutzdamms und der ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen bilden die idealen Voraussetzungen für die Vermehrung der Plagegeister. "Durch den Anstieg des Grundwasserspiegels hat sich die Lage in den letzten Jahren noch einmal drastisch verschärft. Ein quälender Zustand nicht nur für die dort lebenden Menschen, äußerst unbefriedigend auch für die gesunde Entwicklung der regionalen Wirtschaft", erläutert die Gänserndorfer Landtagsabgeordnete Mag.a Karin Renner die Dringlichkeit einer raschen Problemlösung.

Nach Gesprächen mit VertreterInnen der Regionalpolitik und der Wirtschaft hat sich Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele des Problems angenommen - mit Erfolg! Im Jahr 2011 soll in den Gemeinden entlang der Thaya und der March ein Pilotprojekt zur Gelsenregulierung anlaufen. Landesrätin Scheele informiert im Detail:
"Unser Ziel ist eine effiziente Gelsenregulierung unter strikter Einhaltung aller naturschutzrechtlichen Bedingungen. Am sinnvollsten ist daher die Ausbringung des Bacillus thuringiensis israelensis, also so genannten Bti-Präparaten, mittels Hubschrauber über mögliche Brutstätten. Dadurch erwarten wir eine Reduzierung der Gelsenlarven um 85 Prozent. Eine in Österreich erstmalige Vorgangsweise, deren Erfahrungen auch beispielgebend für andere betroffene Regionen sein werden."

Das Land Niederösterreich wird für dieses Pilotprojekt 234.000 Euro aufbringen. Gesundheitslandesrätin Karin Scheele: "Es ging um eine rasche Problemlösung vor der neuen Saison. In zahlreichen Gesprächen vor Ort wurde mir von Betroffenen von den vielseitigen Einschränkungen ihrer Lebensqualität berichtet. Ich hoffe, die Hubschraubereinsätze bringen nun eine deutliche Entlastung!" Besonderer Dank, so Scheele und Renner, gebührt dem Hohenauer Bürgermeister Robert Freitag, der immer wieder auf die Problematik aufmerksam machte und durch seine jahrelangen Vorbereitungen entscheidend zur nunmehrigen Initiative beigetragen hat.

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