Frauenquote im NÖ Landtag: ÖVP-Antrag sticht SP-Antrag

Weiderbauer: Kindergartengehabe á la Niederösterreich zu Lasten der Gleichstellung

St. Pölten (OTS) - "Die Landesregierung wird ersucht darauf hinzuwirken, dass landesnahe Unternehmungen freiwillig eine Frauenquote auch für Führungspositionen festlegen und diese nach Möglichkeit einhalten".
Für den Frauenbeauftragten der Grünen Niederösterreich, LAbg. Emmerich Weiderbauer, ist dieser Satz aus dem ÖVP-Adensamer-Antrag, der heute den Landtag passierte, reine Farce: "Ein Wischi-Waschi-Antrag sondergleichen, der sich nur eines zum Ziel setzt: nämlich den SPÖ-Antrag, der eine verpflichtende Frauenquote von 40% in den Betrieben bei Führungskräften vorsieht, außer Kraft zu setzen", weiß Weiderbauer.
Während bei einer Veranstaltung zum Int. Frauentag der Gesinnungswandel der VP-Landesrätin Mikl-Leitner ,doch für verpflichtende Frauenquoten einzutreten, bejubelt wurde, fallen die ÖVP Frauen mit dem oben genannten Antrag ihrer eigenen Landesrätin in den Rücken. "Diese Doppelbödigkeit ist unerträglich. Die ÖVP blockiert - wie im Bildungsbereich, die Möglichkeiten der Frauen in Führungspositionen. Die ÖVP zeigt damit, dass sie auch in diesem Bereich nicht im Stande ist, ideologische Barrieren in den Köpfen zu überwinden. ", so Weiderbauer.
Während SPÖ und ÖVP über Frauenquoten streiten, leben die Grünen die Gleichstellung. Bestes Beispiel ist die Geschlechterverteilung bei den Abgeordneten des NÖ Landtags: Die ÖVP hat insgesamt 31 Abgeordnete davon 4 Frauen, die SPÖ hat 15 Abgeordnetedavon 3 Frauen, die FPÖ stellt 6 Abgeordnete, dabei fällt kein einziges Mandat auf eine Frau. Die Grünen haben vier Landtagsabgeordnete im Landtagsparlament und davon sind 3 Mandate mit Frauen besetzt.

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