SPÖ-Klubtagung Rust - SP-Wehsely präsentiert Wiener Spitalskonzept 2030 (2)

Rust (OTS/SPW-K) - "Die Schaffung von Tages- und Wochenkliniken
und die Verkürzung der Verweildauer von PatientInnen im stationären Bereich ermöglichen die Reduktion von stationären Betten. Das bringt viele Vorteile für PatientInnen und MitarbeiterInnen. Die Wartezeiten auf einen Operationstermin werden verkürzt, die Behandlungen können schneller durchgeführt werden. PatientInnen wie SpitalsmitarbeiterInnen können das Wochenende zuhause bei ihren Familien verbringen", betonte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Donnerstag bei der Präsentation des Wiener Spitalskonzepts 2030 in Rust. Die kürzlich vorgestellte Augenwochenklinik im Krankenhaus Hietzing sei ein gutes Beispiel dafür, wie mit "Herz, Hirn und Hartnäckigkeit" die Spitäler stetig verbessert werden können. Die Anzahl an Aufnahmen konnte deutlich gesteigert werden, obwohl die Klinik am Wochenende geschlossen ist.

Ein weiteres Beispiel für sinnvolle Modernisierung und Effizienzsteigerung werde das neue Krankenhaus Nord sein. "Rasche und gute Versorgung bei Erkrankungen ist das höchste Gebot. Als erstes Spital in Österreich wird das Krankenhaus Nord über eine eigene bettenführende Abteilung für Notfallmedizin als zentrale Anlaufstelle für akut kranke PatientInnen verfügen. Das bedeutet kürzere Wartezeiten für die PatientInnen - und damit eine höhere Zufriedenheit."

Zentral für die Zufriedenheit der PatientInnen und der MitarbeiterInnen sei auch das Thema Qualitätsarbeit. Transparenz in Sachen Qualität bietet für die PatientInnen und deren Angehörige eine wesentliche Orientierungsgrundlage. Der KAV hat ein Set mit rund 50 Indikatoren zur Messung von Ergebnisqualität erarbeitet, anhand dessen seit heuer die medizinische und pflegerische Ergebnisqualität dargestellt werden kann. "Nur so sind wir gewappnet gegen die Lobbyingarbeit verschiedenster Interessengruppen, die uns und der Bevölkerung einreden wollen, dass die öffentliche Gesundheitsversorgung ein Qualitätsproblem hat. Wenn wir Ergebnisqualität messen, wissen wir, wovon wir sprechen, und können mit guten Gründen stolz auf unsere Leistung sein", so die Gesundheitsstadträtin.

Alle Bereiche des Gesundheitswesens gemeinsam planen, steuern und finanzieren

"Die städtischen Spitäler setzen auf Modernisierung. Aber nicht für jede Erkrankung ist ein Spital der richtige Behandlungsort. Wenn der niedergelassene Bereich den Bedürfnissen der PatientInnen bei den Öffnungszeiten entgegenkommt, dann können sich die Ambulanzen der Spitäler auf die Hilfe für Notfälle konzentrieren", unterstrich Wehsely. Ohne Unterstützung durch den Bund, die Sozialversicherung und die Ärztekammer wird hier eine Verbesserung nicht möglich sein. Im Vorfeld der anstehenden Verhandlungen mit dem Bund in Sachen Gesundheitsreform bekennen sich die Länder erstmals zu einer einvernehmlich festzulegenden fixierten Rahmenplanung auf Bundesebene. "Die Länder wollen, dass alle Bereiche des Gesundheitswesens gemeinsam geplant, gesteuert und finanziert werden."

Hervorragende Gesundheitsdienstleistungen wirtschaftlicher erbringen

Das Budget des Wiener Krankenanstaltenverbunds stieg zwischen 2004 und 2009 jährlich um 5,7 Prozent, während das Bruttoinlandsprodukt gemäß WIFO um durchschnittlich 2,1 Prozent wächst. Der Anteil des KAV an den Gesamtausgaben Wiens ist von rund 10 Prozent 2002 auf 14,45 Prozent im Budget 2011 gestiegen. "Damit mehr Kostenkontrolle gewährleistet werden kann, ist eine längerfristige Budgetperspektive das Ziel. Alle Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung müssen realisiert werden. Ausgehend davon gibt es klare Zielvorgaben für die einzelnen Gesundheitseinrichtungen des KAV", so Wehsely.

Sämtliche Maßnahmen, die von Rust ihren Ausgang nehmen, stehen unter der Devise, hervorragende Gesundheitsdienstleistungen für die WienerInnen wirtschaftlicher zu erbringen. Deshalb bekommt der Krankenanstaltenverbund bei 100-prozentiger Eigentümerschaft durch die Stadt Wien auch eine neue Struktur, die mehr Handlungsfähigkeit bringt. Wehsely abschließend: "Seit Jänner 2002 ist der KAV eine Unternehmung nach der Wiener Stadtverfassung - und dabei bleibt es auch. Mit der Veränderung des Statuts werden mehr Gestaltungsmöglichkeiten und klarere Verantwortlichkeiten verankert -als Basis für ein selbständigeres, rascheres und wirtschaftlicheres Arbeiten. Entscheidungsstrukturen werden damit beschleunigt und verbessert."

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