Berlakovich fordert Selbstverpflichtung bei AKW-Stresstests "Laxe Teilnahme ist absolut inakzeptabel"

Brüssel (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich konkretisierte heute bei einer Pressekonferenz in Brüssel die von ihm initiierten und auf EU-Ebene aufgegriffenen Stresstests und forderte von den AKW-Betreibern und Mitgliedstaaten eine klare Selbstverpflichtung ein.
Diese müsse zu flächendeckenden, fachgerechten und schonungslosen Sicherheitsüberprüfungen führen.

"Mit den von mir geforderten und auf EU-Ebene aufgegriffenen Stresstests für Kernkraftwerke stehen wir am Beginn des ersten europäischen Sicherheitssystems für AKW. Bisher lag dieser Aufgabenbereich in nationaler Kompetenz und die EU-Kommission hatte keinerlei Möglichkeit zu überprüfen, ob die Kernkraftwerke sicherheitstechnisch den modernsten Anforderungen entsprechen oder nicht. Der nun gesetzte Schritt ist also eine völlig neue Entwicklung", betonte Berlakovich.

Die AKW-Betreiber haben sich demnach bei dem von EU-Energiekommissar Günther Öttinger geleiteten Atomkraft-Treffen am Dienstag dieser Woche bereit erklärt, einen solchen Stresstest durchzuführen. "Die Zeiten der Mauschelei müssen vorbei sein. Es muss vielmehr eine klare und unmissverständliche Selbstverpflichtung geben. Eine laxe Teilnahme ist absolut inakzeptabel, denn es geht um die Sicherheit der Menschen", unterstrich Berlakovich, "mein klares Ziel lautet: Raus aus Atom, rein in Erneuerbare". Mit seinem Konzept der Energieautarkie hält der Umweltminister bereits einen weiteren, wegweisenden Schlüssel bereit.

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