SPÖ-Klubtagung Rust - Ludwig: Der geförderte Wohnbau bildet das Fundament des sozialen Wiens

Umfassende Maßnahmen in allen Bereichen des Wohnbaus und der Sanierung sichern auch in Zukunft ein hochqualitatives und erschwingliches Wohnungsangebot für die WienerInnen.

Rust (OTS/SPW-K) - In Wien leben rund 60 Prozent der Bevölkerung
in einer geförderten Wohnung, entweder in einer der rund 220.000 Gemeindebauwohnungen oder einer der mehr als 200.000 geförderten Wohnungen. "Der geförderte Wohnbau der Stadt Wien ist weltweit einzigartig und ist eine tragende Säule für das soziale Wien. Die Wohnbauförderung steht in engem Zusammenhang mit der hervorragenden Lebensqualität in unserer Stadt. Darüber hinaus wirkt der soziale Wohnbau Wiens stark Preis dämpfend auf den gesamten Wohnungsmarkt der Stadt und davon profitieren alle Wienerinnen und Wiener", betonte Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig im Rahmen der SPÖ-Klubtagung in Rust.

Vorausschauende Planung bei Neubau und Sanierung

Wien zeichnete in den vergangenen drei Jahren für knapp ein Viertel der österreichischen Bauproduktion im Wohnungs- und Siedlungsbau verantwortlich und weist im Bundesländervergleich die höchste Produktion auf. Rückgänge bei freifinanzierten Projekten konnten durch den geförderten Bereich überkompensiert werden. "Die Stadt Wien hat durch massive Investitionen in den vergangenen Jahren - zwischen 2007 und 2009 wurde die Errichtung von mehr als 20.000 Wohnungen gefördert und auch im Jahr 2010 blieb diese Zahl auf ähnlich hohem Niveau - wichtige Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur gesetzt. Mehr als 23.000 Arbeitsplätze konnten so in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gesichert werden. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der geförderten Wohnungen im Bereich der gesamten Neubauleistung überproportional stark gestiegen. Neun von zehn Wohneinheiten wurden mit Wohnbauförderungsmitteln errichtet. Auch in der Sanierung konnte ein neuer Spitzenwert erreicht werden", zog Ludwig Bilanz. Durch die neue Sanierungsverordnung, die attraktivere Förderanreize an strengere energetische Anforderungen koppelt, wurden 2009 Förderzusagen zur Revitalisierung von Projekten mit etwa 16.000 Wohnungen, im vergangenen Jahr für die Sanierung von rd. 15.000 Wohneinheiten getroffen. "Durch die umfassenden Maßnahmen im Wohnungsneubau und bei der Sanierung stellt die Stadt die Leistbarkeit der Mieten und eine ausgewogene soziale Durchmischung sicher. An der Wohnadresse einer Wienerin oder eines Wieners kann man im Gegensatz zu vielen anderen Metropolen nicht erkennen, welchen sozialen Status sie bzw. er hat. Darauf sind wir stolz und wir werden diesen erfolgreichen Weg auch in Zukunft gehen", so Ludwig.

Zusätzliche Offensive für den Neubau von bis zu 7.500 leistbaren Wohnungen

Durch das derzeit historisch niedrige Zinsniveau bietet die Möglichkeit, auch im Bereich des frei finanzierten Wohnbaus Wohnungen zu errichten, die ähnlich günstige Mietkonditionen wie der geförderte Wohnbau bieten. Damit wird ein zusätzliches, preislich sehr attraktives Wohnungsangebot für die WienerInnen geschaffen "Die Stadt stellt als Unterstützung Finanzmittel im Gesamtausmaß von maximal 500 Mio. Euro zur Verfügung. Als Partner der Stadt Wien fungieren Konsortien aus Bauträgern und Finanzdienstleistern. Mietpreisobergrenzen, die verbindlich festgesetzt sind und nur geringfügig über jenen des geförderten Wohnbaus liegen, sichern die Leistbarkeit der Wohnungen", unterstrich Wohnbaustadtrat Ludwig.

Durch die neue Wohnbauoffensive der Stadt Wien werden Gesamtinvestitionen von bis zu 1,25 Mrd. Euro ausgelöst. Neben den wohnpolitischen Vorteilen können im Bau- und Baunebengewerbe bis zu 8.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Stadt Wien stellt Liegenschaften zu Bedingungen des geförderten Wohnbaus zur Verfügung.

Die Umsetzung der zusätzlichen Wohnbauoffensive erfolgt in den nächsten zwei Jahren. Um dieses Ziel einhalten zu können, wird ein Call, der noch im März startet, für eine sehr kurze - 14-tägige Frist - offen sein. An die Phase des Calls schließen unmittelbar Verhandlungen mit den Teilnehmern an, um rasch in die Realisierungsphase einzutreten. Ende 2012 sollte bei dem Großteil der Projekte der Baubeginn erfolgt sein.

Umfassende Strukturreform von Wiener Wohnen mit Erweiterung des Serviceangebots für die MieterInnen

Nach der erfolgreichen Umsetzung zahlreicher Maßnahmen, die auf Basis der größten MieterInnenbefragung Österreichs bereits gesetzt wurden, kündigte Ludwig einen weiteren wichtigen Schritt zum konsequenten Ausbau des Serviceangebots für GemeindebaubewohnerInnen und zur weiteren Steigerung der Wohn- und Lebensqualität an. "Im Einklang mit der fortlaufenden Erweiterung der Angebote und der Verbesserung der Serviceleistungen werden wir - im Zuge einer umfassenden Strukturreform - die städtische Wohnhausverwaltung Wiener Wohnen neu gestalten. Wir schaffen damit einen noch modernen Dienstleister und die notwendigen strukturellen, organisatorischen und unternehmerischen Rahmenbedingungen, um den Mieterinnen und Mietern auch in Zukunft ein optimales und zeitgemäßes Service zu garantieren", betonte Ludwig. Diese tiefgreifende Reform, deren Eckpunkte der Wohnbaustadtrat heute präsentierte, werde bereits in den nächsten Tagen begonnen.

Auch 2011 Sanierungsleistung in den Gemeindebauten auf hohem Niveau

Um die umfassende Revitalisierung von Gemeindebauten gezielt zu forcieren, startete im Jahr 2008 die Sanierungsoffensive. Dafür wurde ein zentrales Sanierungsmanagement eingerichtet, in dem sich ExpertInnen von Wiener Wohnen ausschließlich um die Vorbereitung und Durchführung von Sanierungen kümmern.
2008 wurden die Sanierungen von Gemeindebauten mit rund 6.200 Wohnungen, 2009 von städtischen Wohnhausanlagen mit rund 8.500 Wohnungen gestartet. Nach umfassenden Planungen wurde im Jahr 2010 die Sanierung von insgesamt 42 Wohnhausanlagen mit rund 10.000 Wohnungen begonnen.

Ludwig: "Heuer wird Wiener Wohnen die Sanierungsoffensive auf hohem Niveau fortsetzen: 2011 ist die Revitalisierung von 61 städtischen Wohnhausanlagen mit 8.200 Wohnungen vorgesehen. Der Investitionsbedarf dafür beträgt rund 234 Mio. Euro. Der Schwerpunkt wird dabei weiter auf thermisch-energetischen Sanierungen liegen, die für die Mieterinnen und Mieter den Vorteil einer Heizkostenersparnis und damit auch eine wesentliche finanzielle Entlastung mit sich bringen." (Schluss) kau

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