ÖBB-Kürzungen im Güterverkehr: ÖVP NÖ für Zug statt Lkw - ein Novum für die Grünen

Enzinger: Scheinheiligkeit der ÖVP nun mehr als offensichtlich

St. Pölten (OTS) - Achtung Korrektur von OTS0222 5 II 0338
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Der Titel lautet richtig: "ÖBB-Kürzungen im Güterverkehr: ÖVP NÖ für Zug statt Lkw - ein Novum für die Grünen"
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In der aktuellen Sitzung des NÖ Landtags wurde soeben ein Antrag beschlossen, der die NÖ Landesregierung dazu auffordert, bei der SP-Verkehrsministerin und dem ÖBB-Boss vorzusprechen, damit nicht -wie geplant - 7 Millionen Tonnen Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlagert werden. Wie Medien bereits berichteten, wurden in Niederösterreich ja bereits 52 Bahnhöfe für die Verladung von Gütern geschlossen. Wenngleich die Grünen Niederösterreich sich eindeutig gegen das Zusperren von Güterbahnhöfen und Gütertransportschienenstrecken aussprechen, ist es für die grüne Verkehrssprecherin Amrita Enzinger unfassbar, dass die ÖVP den Anschein erweckt, als wäre sie 1. von diesem Vorhaben nicht informiert gewesen und 2. Machtlos gegen das Vorhaben der ÖBB. "Wir wissen von zahlreichen Unternehmen Niederösterreichs, die nur zu gerne ihre Güter auf der Schiene transportiert wüssten. Oft scheiterten die Verhandlungen wegen Schienenanbindungen an den Genehmigungen oder Förderabsagen seitens des Landes Niederösterreich. Das Nein des VP-Verantwortlichen "Zusperrhansl" Heuras verhindert Gütertransport in Niederösterreich. Der ÖVP-Antrag ist demnach reine Farce", so Enzinger. Die Grüne räumt ein, dass die ÖBB nicht schuldlos am Kahlschlag im Bahnnetz Niederösterreichs ist, "allerdings stellt die ÖVP in Niederösterreich den Landeshauptmann und dass dieser plötzlichen keinen Einfluss haben soll, ist nicht zu glauben", so die grüne Verkehrssprecherin Amrita Enzinger.
Die Grüne gibt außerdem zu bedenken: "Wenn die ÖVP glaubt, sie kann Nebenbahnen stilllegen und das Personenverkehrsschienennetz ausdünnen ohne dass dies Auswirkungen auch auf den Individual- und Güterverkehr hätte, dann sollten sie ihrem Verkehrsplaner und dem Verkehrslandesrat die Kündigung schicken. Verkehrsverantwortliche mit Weitblick denken in ganzen Verkehrsnetzen, nehmen auf die Bedürfnisse von Menschen, Unternehmen und Umwelt bedacht", weiß Enzinger, die damit an die Zukunftsprognosen der Experten im Rahmen der Enquete "Alles Auto, oder..?" im Jänner im NÖ Landhaus verweist. Niederösterreich wurde dabei nämlich kein gutes Zeugnis ausgestellt. "Niederösterreich braucht Verkehrsverantwortliche, die ihr Handwerk verstehen", fordert Enzinger abschließend.

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