FPÖ-Unterreiner: Peter Noever durfte sehr sanft landen

Bundesministerin Claudia Schmied verteidigt weiterhin Noevers künstlerische Leistungen

Wien (OTS) - "Sehr aufschlussreich waren die Ausführungen von Bundesministerin Claudia Schmied im gestrigen Kulturausschuss hinsichtlich des zurückgetretenen Direktors des Museums für Angewandte Kunst (MAK) Peter Noever. Claudia Schmied ließ zwar erkennen, dass sie tatsächlich von ihrem guten Freund Noever menschlich sehr enttäuscht sei, führte aber im Gegenzug vor, wie es der SPÖ gelingt, dass ihr nahestehende Kulturmanager bei strafrechtlich relevanten Machenschaften noch rechtzeitig den Hals aus der Schlinge ziehen können", berichtet die Kultursprecherin der Freiheitlichen, NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner.

"Am 23. Februar hat Noever seinen Rücktritt sowohl bei der Ministerin als auch beim Kuratorium des MAK schriftlich eingereicht. Er hat also nicht gekündigt und dürfte mit Blick auf seine Abfertigung sehr klug agiert haben. Auch haben die Ministerin und das Kuratorium des MAK es unterlassen, Noever fristlos zu kündigen, was bei der Schwere der Vorwürfe eigentlich eine Selbstverständlichkeit hätte sein müssen. Mit seiner Selbstanzeige und dem Hinterlegen von 220.000 Euro, also dem Zeigen 'tätiger Reue', bevor die Anzeige des MAK-Anwalts bei der Staatsanwaltschaft eingelangt war, hat Noever die wichtigsten Schritte gesetzt, um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen", führt Unterreiner aus.

Jedenfalls werde sich Claudia Schmied noch dazu äußern müssen, welchen Betrag Noever wirklich für die Gestaltung ihres Büros am Minoritenplatz erhalten habe. Hohe Beamte des Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sprächen hinter vorgehaltener Hand von 100.000 Euro, die Noever für seine Leistungen als persönlicher Designer der Frau Bundesminister erhalten haben soll. Hier sei Aufklärungsbedarf gegeben und müsse die Ministerin in ihrem eigenen Interesse nun für Transparenz sorgen, hält Heidemarie Unterreiner fest.

"Bezeichnend war im gestrigen Kulturausschuss, dass Claudia Schmied die künstlerische Arbeit Noevers vollinhaltlich verteidigte. Das Hofieren des Kinderschänders Otto Muehl nach dessen Haftentlassung und die die kommunistische Diktatur in Nordkorea glorifizierende Ausstellung im MAK - beides Großtaten Peter Noevers - dürften also auch dem Weltbild der Ministerin entsprechen. Obwohl ich Schmied glaube, dass sie tatsächlich von Noever persönlich und menschlich enttäuscht ist, wird die SPÖ dafür sorgen, dass er sehr sanft landet. Frei nach Qualtinger würde ich sagen: 'Die Genossen werden es schon richten, das gehört ja zu ihren Pflichten'", so Heidemarie Unterreiner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005