Demonstration für Frauenrechte "20 000 Frauen" 19. März 2011

Breite Unterstützung durch den ÖGB Niederösterreich

Wien (OTS/ÖGB) - Für Samstag, den 19. März 2011 ruft der ÖGB Niederösterreich dazu auf, sich an der Demonstration für Frauenrechte zu beteiligen. Unter dem Motto "20 000 Frauen" wird an die historisch erste Frauendemonstration vor genau hundert Jahren in Wien erinnert.

Am 19. März 1911 traten rund 20.000 Menschen, hauptsächlich Frauen, aber auch Männer, mit ihrem Marsch entlang der Wiener Ringstraße für ihre Rechte und Überzeugungen ein. Damals standen grundlegende Forderungen wie Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze, Acht-Stunden-Tag, gleicher Lohn für gleiche Arbeit auf dem Programm.

Während die Gewerkschaftsbewegung in den letzten Jahrzehnten viele dieser Forderungen für die ArbeitnehmerInnen in Österreich erkämpfen konnte, sind Zielsetzungen wie "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" bis heute in der österreichischen Arbeitswelt keine Realität. Auch nach 100 Jahren ist es noch notwendig, für Frauenrechte einzutreten - ob mit zeitgemäßen Frauenforderungen, oder solchen, die die Zeit bislang unerfüllt überdauert haben. "Die Zeit ist reif, das Selbstverständliche endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Wir werden dafür sorgen, dass die mehr als berechtigten Forderungen bald umgesetzt sind", sagt Hermann Haneder, Vorsitzender des ÖGB Niederösterreich.

Aus Sicht des ÖGB Niederösterreich muss gesellschaftliche Gleichstellung auch ökonomische Gleichberechtigung beinhalten - von Einkommensgerechtigkeit bis zu Chancengleichheit im Beruf und fairem Zugang zu Führungspositionen.

Folgende vier Hauptforderungen bringt der ÖGB Niederösterreich ein:

+ Mindesteinkommen von 1.300 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung im Kollektivvertrag
+ Gerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit
+ Gleiches Einkommen für gleichwertige Arbeit
+ Mehr Frauen in Führungspositionen

Der ÖGB Niederösterreich ruft daher alle - Frauen wie Männer - die etwas bewegen möchten auf, sich an der Demonstration zu beteiligen, um damit auch für sich selbst und die eigenen Rechte einzutreten.

Treffpunkt ab 14.00 Uhr am Schwarzenbergplatz in Wien, um 15.00 Uhr Abmarsch entlang der Ringstrasse, 16.00 Uhr Kundgebung vor dem Parlament.

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