PV der Wiener Linien: Hetze auf ältere Arbeitnehmer beenden

Kritik an Krankenstandstagen nicht gerechtfertigt

Wien (OTS/ÖGB) - "Diese Kritik ist polemisch, ungerechtfertigt und basiert überdies auf unkorrektem Zahlenmaterial. Eine Entschuldigung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wäre angebracht", erklärte heute, Donnerstag, der Vorsitzende des Zentralbetriebsrats der Wiener Linien, Michael Bauer, zu Kritik der Wiener VP an der Zahl der Krankenstandstage bei den Wiener Linien.++++

"Die Zahlenspielereien des VP-Gemeinderats Wolfgang Ulm sind einmal mehr extrem unfair", kritisierte Bauer. Zum einen unterstelle Ulm den 2.942 Beamtinnen und Beamten der Wiener Linien einen Hang zum Krankfeiern. Bauer: "Dass es sich bei den Beamten zum größten Teil um ältere ArbeitnehmerInnen handelt, da die Wiener Linien schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr pragmatisieren, bleibt ausgespart. Auch die unterstellte Zahl von durchschnittlichen Krankenstandstagen ist nicht korrekt."

Besonders ärgerlich sind auch ständige Vergleiche mit Zahlen aus anderen Berufssparten. "Die Stadt Wien kommt ihrer Sorgfaltspflicht nach und kündigt ihre MitarbeiterInnen nicht, weil sie krankheitsbedingt längere Zeit ausfallen. Da schaut es in anderen Sparten ganz anders aus - mehrere Wochen Krankenstand und die Kündigung ist da", betonte Bauer.

Dazu kommen hohe Belastungen im Beruf. Bauer: "Wer bei Schichtbetrieb und Gleisbau bei jedem Wetter im Einsatz ist oder stressbelastenden Fahrdienst leistet, wird natürlich öfter krank als der Durchschnitt, genauso KollegInnen mit ständigem Kundenkontakt. Diese Hetze auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien muss sofort ein Ende haben."

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