FPÖ-Walter Rosenkranz: Beiratssystem bei Kunstförderung muss reformiert werden

Rechnungshof bestätigt Kritik an Freunderlwirtschaft

Wien (OTS) - "Wie sich in der gestrigen Sitzung des parlamentarischen Kulturausschusses klar gezeigt hat, ist das System der Beiräte im Förderungssystem des Kunstministeriums BMUKK zu überdenken", so der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dr. Walter Rosenkranz. Anlass war der Fall der Wiener Kammerphilharmonie, die nach der Streichung einer Subvention nun im 26. Jahr ihres Bestehens vor dem Aus steht. Laut Kunstförderungsgesetz kann die Ministerin Beiräte, die sich aus Fachleuten der jeweiligen Sparte zusammensetzen, für die Vorbereitung und Vorberatung von Förderungsangelegenheiten einsetzen. "Dieser Paragraph führt jedoch auch zu einem System der Freunderlwirtschaft, bei dem teilweise immer die gleichen Künstler abwechselnd Jurymitglieder sind, und sich im darauffolgenden Jahr wieder selbst fördern lassen", zeigt Rosenkranz eine Fehlentwicklung auf.

Gehe es im konkreten Fall um den Musikbeirat, so gebe es diese Beiräte auch in anderen Kunstsparten, etwa der Literatur, bei den bildenden Künsten, Film und bei regionalen Kulturinitiativen. "Auch die Filmförderung ist in einem Rechnungshof-Bericht für dieses Beiratssystem kritisiert worden", nennt Rosenkranz ein weiteres Beispiel. "Hier gilt es, eine regelmäßigere Rotation von subventionsunabhängigen Experten zu installieren", fordert Rosenkranz mit einem Hinweis auf die ebenfalls langjährige FPÖ-Forderung einer Transparenz-Datenbank für Kunst- und Kulturförderungen.

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