Regner zu Ratingagenturen: Leider hat Vernunft nicht gesiegt

Lobbying der drei großen US-Agenturen hat sich bei konservativen Abgeordneten offenbar durchgesetzt

Wien (OTS/SK) - Bei der gestrigen Abstimmung über die Zukunftsperspektiven der Ratingagenturen im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments gab es für im Grunde längst überfällige Regelungen wieder keine Mehrheit. Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner betont dazu am Donnerstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst: "Der Vorschlag einer öffentlichen Ratingagentur hat sich leider nicht durchgesetzt. Stattdessen haben über weite Strecken die liberal-konservativen Abgeordneten für jene Bereiche gestimmt, für die die drei großen US-Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch Ratings im Vorfeld lobbyiert haben." ****

Die Vizepräsidentin im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments will endlich mehr Verantwortlichkeiten bei den Ratingagenturen. "Deren von Eigeninteressen geprägte Einschätzungen haben maßgeblich zur weltweiten Finanzkrise beigetragen. Ich setze mich auch weiter dafür ein, europäische Ratingagenturen zu vernetzen, um gegen die großen drei US-amerikanischen Player ein Gegengewicht zu schaffen", so Regner, Verfasserin der Stellungnahme über die Zukunftsperspektiven der Ratingagenturen. Die jüngste Finanzkrise hat verdeutlicht, dass es drei Kernprobleme in der Branche gibt:
mangelnden Wettbewerb, übermäßige Abhängigkeit von externen Kreditratings im Rechtsrahmen und fehlende Haftung für Ratings der Ratingagenturen. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
markus.wolschlager@europarl.europa.eu

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005