Industrie für effizienten Umbau des Energiesystems

IV-Vize-GS Koren: Solidarität mit Japan - Sicherheitsüberprüfung AKWs wird begrüßt - Erneuerbare sinnvoll und kosteneffizient ausbauen

Wien (OTS/PdI) - Die erschütternden Ereignisse in Japan führen der Welt vor Augen, wie verwundbar trotz aller Errungenschaften unsere moderne Gesellschaft letztendlich ist. Die Frage einer sicheren Energieversorgung im doppeltem Wortsinn - sicher im Sinne von Leib und Leben aber auch sicher im Sinne von verlässlich - wird nach Fukushima neu zu diskutieren sein. "Vor diesem Hintergrund begrüßt die Industriellenvereinigung den Vorstoß von Energiekommissar Oettinger, der auch durch die Bunderegierung unterstützt wird, die europäischen AKWs einer harten Sicherheitsprüfung zu unterziehen. Es versteht sich von selbst, dass im Falle von Sicherheitsmängeln entsprechende Konsequenzen zu ziehen sind", sagte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren heute, Donnerstag.

Für die IV habe in weiterer Folge im Mittelpunkt jeder energiepolitischen Debatte die Frage zu stehen, wie die Energieeffizienz im gesamten Energiesystem erhöht werden kann. Nur wenn es gelinge durch Forschung und Innovation den Energieverbrauch gesamthaft zu stabilisieren, bestehe die Chance mittelfristig mit Erneuerbaren Energien einen Großteil der Versorgung sicherstellen zu können. Vor diesem Hintergrund wird auch der jüngst präsentierte Energieeffizienzplan der EU Kommission grundsätzlich als Schritt in die richtige Richtung begrüßt. "Die Industrie hat ihren Beitrag stets geleistet und ist Vorreiter in Sachen Energieeffizienz und wird sich auch in Zukunft an der Energieeffizienz messen lassen. Gleichzeitig fordern wir aber auch von den anderen Sektoren der Volkswirtschaft, insbesondere von Verkehr und Haushalten, dass Energieeffizienz stärker in den Fokus rückt", betonte Koren.

"Darüber hinaus hat sich die IV stets zum Ausbau der Erneuerbaren bekannt. Diese müssen aber sinnvoll und kosteneffizient eingesetzt werden. Das heißt Wind an den Küstenregionen, Sonne im Süden und Wasser im Alpenraum." so Koren. Im Gegensatz zu dem Konzept eines "energieautarken Österreichs" fordert die IV einen einheitlichen und integrierten europäischen Energieraum, damit Energie dort nutzbar gemacht wird, wo es am kostengünstigsten ist. Durch einen koordinierten Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie der Stromnetze in Europa ließen sich die Kosten einer sukzessiven Umstellung auf erneuerbare Energien drastisch reduzieren, im Sinne der Umwelt, des Konsumenten und des Wirtschaftsstandortes Europa.

"Für Österreich ist es sinnvoll sich auf heimische Stärken zu konzentrieren. Zentralen Stellenwert hat dabei der Ausbau der heimischen Wasserkraft. Darüber hinaus hat Österreich als Wasserkraftland die Chance, mit Pumpspeicherkraftwerken als 'grüne Batterie' für einen europäischen Energieraum zu fungieren", erklärt Koren. Pumpspeicherkraftwerke gelten als beste Lösung, um Energieüberschuss und Knappheit durch vermehrten Einsatz erneuerbarer Energie auszugleichen, da die Energiegewinnung durch Sonne und Wind nicht steuerbar ist.

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