LH Dörfler: "Senza Confini" hat viel Kraft für gemeinsame Zukunft

Kärntens Landeshauptmann mit den Präsidenten Friauls und Istriens in italienischer Fernsehsendung - über eine Million Zuschauer

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Tre presidenti" konnte Moderator Luigi
Gandi gestern, Mittwoch, in der beliebten Fernsehsendung "La Plazza" des italienischen Senders "Antenna Tre Nord Est" begrüßen. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Präsident Renzo Tondo aus Friaul-Julisch Venetien und Präsident Ivan Nino Jakovcic aus Istrien sprachen im Studio in Treviso über die Euregio "Senza Confini", die Baltisch-Adriatische Achse sowie die aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklung. Der Sender konnte danach die Rekordzuseherzahl von über einer Million verkünden. "Antenna Tre Nord Est" kann man in Veneto, Friaul-Julisch Venetien und Trentino-Südtirol empfangen, in diesem Raum leben rund sieben Millionen Menschen.

"Unsere drei Kulturen haben viel Kraft und Energie für die Zukunft", sagte Dörfler über die Euregio "Senza Confini". Diese bunte Region habe als kleines Europa große Chancen. Er wolle vor allem auch Forschungs- und Bildungsprojekte grenzüberschreitend vorantreiben. Es gehe um Politik, Wirtschaft, Kultur und vor allem um die Jugend. Gemeinsam könne man aus der Krise heraus erfolgreich sein. Wichtig sei dabei das Vertrauen der Menschen, die man auf die Reise Euregio mitnehmen wolle. Daher sei es von großem Vorteil, dass auch die Regierungschefs Freunde seien und die Euregio leben würden.

"Wir wollen gemeinsam stärker werden, zusammen Arbeit und Wohlstand schaffen", erklärte er die Zielrichtung der Euregio. Von den grenzüberschreitenden Projekten sollten alle profitieren und man wolle sich auch nicht gegenseitig Arbeitsplätze wegnehmen. Es gelte, gemeinsame Vorteile und Chancen zu nutzen. So biete sich Kärnten für italienische Firmen als Brücke in den deutschen Wirtschaftsraum an. Vor allem von der Baltisch-Adriatischen Achse mit dem Koralmtunnel erwartet sich Dörfler viel. Diese Hochleistungsbahnverbindung von Danzig nach Bologna verbinde die Häfen der Adria und der Ostsee:
"Unsere Zukunftsvision ist es, Waren sechs Tage schneller zu transportieren als Schiffe." Europäische Lebensmittel könnten so schnell nach z.B. China transportiert werden und neue Unternehmen würden sich entlang der Bahnachse ansiedeln.

Dörfler erwähnte weiters den touristischen Vorteil von "Senza Confini": "Urlaubsgäste können drei Tage in Istrien, drei Tage in Kärnten und drei Tage in Triest verbringen." In diesem Sinne sei der Ausbau der Personenverkehrsverbindungen wichtig. Kärnten und Friaul hätten bereits ein entsprechendes EU-Projekt gestartet. Zudem gebe es täglich Schnellbusverbindungen von Klagenfurt nach Venedig. Mit der geplanten Dreiländer-Ski-WM in Kranjska Gora, Tarvis und Bad Kleinkirchheim werde man diese Euregio der ganzen Welt präsentieren können, betonte Dörfler. Zudem werde man damit Weltsportgeschichte schreiben. Wie sehr die Regionen bereits miteinander verbunden sind, berichtete auch der Bürgermeister von Sappada, Alberto Graz, der sich via Telefon im Studio meldete. Seine Gemeinde hat gerade eine Partnerschaft mit Klagenfurt gegründet.

Zur aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung sagte Dörfler, dass es gelte, Europas Produkte und Industrie zu schützen:
"Europa braucht Kraftanstrengungen und ein Comeback der Fabriken." Es müsse ein hohes Sozialniveau und faire Arbeitslöhne geben. Als Mittel gegen Billigimporte fordere er Strafzölle und eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik. Zur Atomkraftproblematik meinte Dörfler, dass vermehrt auf ökologische Energiegewinnung gesetzt werden müsse und er berichtete von Kärntens Know-how bei erneuerbaren Energien. "Österreich sagt deutlich nein zur Atomkraft", so Dörfler.

Bei "La Plazza" können die Zuschauer über SMS ihre Meinung zur Sendung abgeben. Dörfler war sehr erfreut über die vielen positiven Wortmeldungen zu Kärnten. So schrieben die Menschen zum Beispiel:
"Kärnten ist super!" oder verwiesen auf die netten Leute und den Zusammenhalt in unserem Bundesland.

(Infos: www.antennatre.it oder www.luigigandi.info)
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