Grosz: BZÖ macht im Grazer Gemeinderat gegen AKWs mobil

Frage an Stadträtin Grabner über ausreichenden Katastrophenschutz in Graz - Dringlicher Antrag zum Ausstieg aus Euratom und Schließung von Krsko

Graz (OTS) - "Das Grazer BZÖ macht heute mit vielfältigen Initiativen im Grazer Gemeinderat gegen die Atomkraft mobil. So wird im Rahmen der Fragestunde der ausreichende Katastrophenschutz der Stadt Graz im Falle eines Reaktorunfalles thematisiert. Mittels eines Dringlichen Antrages fordert das BZÖ den Grazer Gemeinderat zu einem einheitlichen Auftreten gegen die Atompolitik der Bundesregierung und das slowenische Kraftwerk Krsko auf". Das gaben der BZÖ-Fraktionschef im Grazer Gemeinderat Georg Schröck und der steirische BZÖ-Chef Gemeinderat Abg. Gerald Grosz im Vorfeld der heutigen Gemeinderatssitzung bekannt.

"Die Katastrophe rund um das Erdbeben und seine Folgen in Japan sensibilisiert nun die Menschheit global für die Unvorhersehbarkeit von Naturereignissen. Es liegt auf der Hand, dass in der Folge weltweit Diskussionen über brauchbare Alternativen zur Atomkraft geführt werden. Wohin auch immer diese Diskussionen führen werden, sie müssen auf der Grundlage jener Erkenntnis stattfinden, dass Mensch und Technik nicht in der Lage sind, alle Eventualitäten, einzuplanen. Neben ehrlich empfundenem Mitgefühl für die betroffenen Menschen in Japan, sehen wir aber angesichts eines konkreten Bedrohungsszenarios, das sich quasi vor unserer Haustüre befindet, dringenden Handlungsbedarf", so die beiden BZÖ-Mandatare in der Begründung für ihr Vorgehen.

Der sich ständig im Wachsen befindliche Großraum Graz beheimate mit seinen Umlandgemeinden sowie den täglichen Einpendlern beinahe 500.000 Menschen. Das stark veraltete Atomkraftwerk Krsko befinde sich nicht einmal 120 km von Graz entfernt. Besorgniserregend sei hierbei der Umstand, dass dieses Kraftwerk - wenig weitsichtig -genau auf einer Erdbebenlinie erbaut wurde, wird im Dringlichen Antrag begründet.

"Auch wenn seitens der slowenischen Behörden wiederholt erklärt wurde, das Kraftwerk entspreche allen internationalen Standards, darf durchaus an der Richtigkeit dieser Aussage gezweifelt werden. Im Falle eines Austrittes radioaktiver Strahlung wäre diese an einem Tag durchschnittlicher Windgeschwindigkeit innerhalb von 1,5 -2 Stunden im Großraum Graz. An ein Leben, wie wir es bisher kennen, wäre dann in unserer Stadt für die nächsten 20000 Jahre nicht mehr zu denken. Daher muss sich die Stadt auf allen Ebenen für die Schließung von Krsko stark machen, aber auch entsprechend dem Katastrophenschutz auf neuestem Stand sein", so Schröck und Grosz.

"Zielsetzung muss eine globale Abkehr von der Atomkraft sein. Österreich, muss also, um in dieser Frage international glaubwürdig zu sein, den Ausstieg aus dem EURATOM- Vertrag sofort vollziehen", so Schröck und Grosz abschließend.

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