Graf : Paraguay als großer Hoffnungsmarkt für österreichische Betriebe

Positives Resümee der politischen Gespräche - Konkrete Projekte angebahnt

Wien (OTS) - Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) zieht ein positives Resümee der zahlreichen Gespräche mit Repräsentanten von Politik, Wirtschaft und Justiz in Paraguay. Im Rahmen der Delegationsreise, an der auch der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer, der freiheitliche Verkehrs- und Technologiesprecher NAbg. Gerhard Deimek, der Zweite Wiener Landtagspräsident Johann Herzog und der frühere Infrastrukturminister Mathias Reichhold teilnehmen, waren die Österreicher in Paraguay ausgesprochen gefragte Gesprächspartner, sodass sogar zusätzliche Termine eingeschoben werden mussten.

Vielversprechend verlief der Termin mit Vize-Handelsminister Salvador Invernizzi. Er schwärmt von einem Rekordwachstum von mehr als 14 Prozent, "das für uns selbst überraschend kam". In seinem Ministerium könne Hilfestellung für Firmen geleistet werden, die in Paraguay tätig werden wollen. Diese Unterstützung reiche von der Beratung über die Vorstellung des Gesetzes bis hin zu steuerlichen Erleichterungen bei speziellen Projekten. Invernizzi interessierte sich insbesondere für das Software-Angebot für die Stromwirtschaft, das Reichhold als Vertreter eines deutsch-österreichischen Energie-Unternehmens präsentierte. "Das ist genau das, was wir hier brauchen", sagte Invernizzi und beauftragte den Generaldirektor der Agentur für Betriebsansiedlungen REDIEX, Oscar Stark, umgehend Gespräche aufzunehmen Stunden später gab es für Reichhold auch gleich einen Geschäftstermin bei der staatlichen Energiebehörde.

Von einem plötzlichen Wachstum erzählte auch der Staatssekretär für Tourismus, Benjamin Chamorro. Die Zukunft soll noch rosiger werden, deshalb hat das Ministerium einen nationalen Tourismusplan zur Ausarbeitung in Auftrag gegeben. Verkaufen will man in erster Linie Kultur und Natur. Als ausbaufähig nannte Chamorro die Wasserstraßen, da seien durchaus die Schifffahrt am Rhein oder auf der Donau Vorbild. Bei diesem touristischen Projekt rechnet Paraguay fest mit finanzieller Unterstützung der Handelszone MERCUSUR, die einen eigenen Fonds für schwächere Regionen schuf. Dem MERCUSUR gehören neben Paraguay Länder wie Brasilien, Argentinien und Uruguay an.

Graf bot dem Staatssekretär Know-How aus Österreich zur Verbesserung der Wasserqualität in den Seen an. Ein Experte an der Grazer Universität, der auch bei der Seen-Sanierung in Österreich beteiligt war, habe Interesse gezeigt, auch in Paraguay für sauberes Wasser zu sorgen. Graf meinte, dass es für dieses Umweltprojekt internationale finanzielle Hilfe geben könnte. Chamorro zeigte sich von diesem Angebot sehr angetan und möchte die Seen-Sanierung mit österreichischem Know-How im Auge behalten. Er lobte auch die ausgezeichneten Tourismusschulen in Österreich. Diese würden in seinem Land komplett fehlen, weshalb Posten im mittleren und oberen Management oft schwer zu besetzen seien.

Mit fehlenden Fachschulen hat nicht nur der Tourismus seine Not, sondern alle anderen Branchen auch. Es sei ein Drama für die Unternehmen, die keine Fachkräfte finden, sagte Juan Carlos Rolon Gadea, der als Präsident dem Institut CONACYT vorsteht. CONACYT ist ein nationaler Rat für Wissenschaft und Technologie. In diesem Bereich gibt es in Paraguay enormen Aufholbedarf. Aktuell werden nur 0,06 Prozent des BIP in die Wissenschaft investiert.

Weitere Berichte über die Delegationsreise finden sich in der Internet-Zeitung Unzensuriert.at (http://tinyurl.com/638etxg und http://tinyurl.com/6x53gmo).

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