BZÖ-Lugar: Für Atom-Profite muss weiter gestorben werden

Viele Politiker rückgratlose Erfüllungsgehilfen der Atomkonzerne

Wien (OTS) - "Zu viele europäische Politiker sind sich darin
einig, dass die Menschen für die Profite der Atomkonzerne auch weiterhin zu sterben haben. Egal wie katastrophal die Lage in Japan jetzt schon, ist und wie schlimm sie noch werden wird, alles muss so bleiben wie es ist", ist BZÖ-Umweltsprecher Abg. Robert Lugar über diese rückgratlosen Politiker empört. Diese Aussagen seien ein Schlag ins Gesicht all derer, die in den vergangenen Jahrzehnten schon durch die Atomkraft gestorben sind, und wenn kein radikales Umdenken stattfindet, noch sterben werden. "Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass auch der "unfallfreie" Betrieb von Atomkraftwerken viel zu viele Menschenleben fordert. Gerade Kinder, die im Umkreis dieser Kraftwerke leben, sind einem tödlichen Krebsrisiko ausgesetzt", gibt Lugar zu bedenken.

Wenn jetzt europäische Politiker die Atomkraft verteidigen, indem sie Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung vorschieben, gibt das ein erschütterndes Sittenbild. Dieser Zynismus ist unerträglich. Basierend auf einer solchen Argumentation hätte auch Contergan nicht verboten werden dürfen. Auch da wurden Fabriken geschlossen und gingen Arbeitsplätze verloren. Davon abgesehen sei Atomkraft in Wirklichkeit seit mindestens einem Jahrzehnt wirtschaftlich nicht mehr rentabel. "Ohne Subventionen durch von der Atomindustrie beauftragte Politiker würde kein einziges neues Atomkraftwerk mehr ans Netz gehen", stellt Lugar klar. Atomkraft habe in einer modernen Energieplanung auch deshalb nichts mehr verloren. "Ein möglichst rascher totaler Ausstieg aus der Atomkraft würde einen gewaltigen Wirtschaftsbelebungseffekt bringen. Einen atomkraftfreien Impuls für die Weltwirtschaft, von dem Menschen, Umwelt und Wirtschaft profitieren könnten", skizziert Lugar ein in jeder Hinsicht lohnendes Ausstiegsszenario.

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