Die Atomkraft und ihr Wahnwitz (von Claudia Grabner)

Ausgabe 17. MÄrz 2011

Klagenfurt (OTS) - Seine Charmeoffensive für eine strahlende Zukunft der Atomenergie - sie ist in Tagen wie diesen schlichtweg pervers. Dass die ganze Sache auch noch in Weißrussland passiert, das nach dem Super-GAU von Tschernobyl radioaktiv massiv verseucht wurde, ist nur der ironische Zusatz. Jedenfalls: Der russische Regierungschef Wladimir Putin machte gestern seine Baupläne für ein neues Kernkraftwerk fix - denn: "An der Atomkraft führt kein Weg vorbei". Es führt in der Tat kein Weg an der Atomkraft vorbei, wenn man nichts anderes tut, als diese zu forcieren - in eiserner Ignoranz dessen, was abseits der nuklearen Energieform machbar und möglich wäre ... Milliarden Euro, Milliarden Dollar werden in die Weiterentwicklung der Nukleartechnologie gepumpt. Jahr für Jahr. Alles andere ist "Spielerei". Sagt Putin. Spielerei, weil sich damit kein Geschäft lukrieren, kein schnelles Geld cashen lässt. Bis zum Jahr 2030 will man in Russland 26 neue Atomreaktoren bauen. Zudem sind acht "schwimmende", sprich im Meer stationierte, Kernkraftwerke konzipiert. Alternative Energiegewinnung? Die Profitgier sagt nein. Der Machtrausch negiert die explosive Gefahr ... weil die atomare Hochtechnologie "eh bombensicher" sei. Bis zur nächsten Explosion.

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