Atom - Bayr fordert Gespräche über Atomausstieg mit Nachbarländern

Sicherheitsrisiko für österreichische Bevölkerung "schlicht nicht akzeptabel" - Positive Signale aus Deutschland

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr fordert angesichts der aktuellen Ereignisse in Japan Gespräche mit AKW-betreibenden Nachbarländern über einen Atomausstieg. "Grenznahe Atomkraftwerke stellen eine Bedrohung für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung dar und das ist schlicht nicht akzeptabel", so Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel angekündigte Aussetzung der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke begrüßte Bayr. Die von Umweltminister Berlakovich vorgeschlagenen "Stresstests" bezeichnete sie als "Placebo-Aktion". ****

"Naturkatastrophen kann man nicht abtesten, wie uns durch die Ereignisse in Japan auf tragische Weise vor Augen geführt wurde", so Bayr. Auch die japanischen Reaktoren galten als erdbebensicher. Sie sieht den Umweltminister gefordert, auf europäischer Ebene Druck für die Abschaltung grenznaher Reaktoren zu machen. Mit dem slowenischen Atomkraftwerk Krsko gibt es einen Reaktor in unmittelbarer Grenznähe, der sich in einer erdbebengefährdeten Region befindet.

Die von Kanzlerin Merkel angekündigte Aussetzung der Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke sei "ein erster richtiger Schritt", so Bayr. Grundsätzlich bekräftigt Bayr jedoch:
"Unser Ziel ist die endgültige Abschaltung der deutschen Reaktoren."

Österreich habe aus gutem Grund und in weiser Voraussicht darauf verzichtet, Atomenergie zu erzeugen. "Dass wir uns jetzt inmitten von Atomreaktoren befinden und den damit einhergehenden Gefahren ausgesetzt sind, ist eine unerträgliche Situation, die es zu ändern gilt", so Bayr.

Mit Isar I (Bayern), Temelin und Dukovany (Tschechien), Bohunice und Mochovce (Slowakei), Paks (Ungarn) und Krsko (Slowenien) befinden sich mehrere Atomkraftwerke in der Nähe der österreichischen Grenze. (Schluss) sa/sc

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